Effiziente Küchenhelfer

Geschirrspüler: Geringerer Wasser- und Stromverbrauch als Handabwasch

Mit effizienten Geschirrspülern lassen sich gegenüber dem Abwasch per Hand bis zu 65 Euro im Jahr sparen, so das Ergebnis einer Studie der Universität Bonn. Wer sich vor dem Kauf eines neuen Gerätes über dessen Strom- und Wasserverbrauch informieren will, sollte die Gerätedatenbank der Initiative EnergieEffizienz nutzen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - 59 Prozent aller Haushalte verfügen inzwischen über eine Geschirrspülmaschine. Abgesehen von ihrem praktischen Nutzen sind Spülmaschinen auch erstaunlich sparsame Küchenhelfern. So benötigen moderne, effiziente Geräte nach Angaben der Deutsche Energie Agentur GmbH (dena) in ihren Energiesparprogrammen nur noch etwa eine Kilowattstunde Strom und 13 Liter Wasser pro Spülvorgang. Damit ist der Geschirrspüler die wasser- und energieeffiziente Alternative zum herkömmlichen Handabwasch.

Nach einer Studie der Universität Bonn benötigt man für den Abwasch von zwölf Gedecken beim Spülen von Hand durchschnittlich 46 Liter Wasser und etwa zwei Kilowattstunden Energie, um diese Wassermenge zu erwärmen. Wird das Wasser mit Strom erhitzt, liegen die Strom- und Wasserkosten für einen Handabwasch bei 55 Cent. Dagegen kostet die Säuberung der gleichen Menge Geschirr in einer stromeffizient arbeitenden Spülmaschine nur 24 Cent. Bei vier Anwendungen pro Woche bedeutet das eine jährliche Einsparung von bis zu 65 Euro. Wird das Wasser für den Handabwasch dagegen mit Gas oder Öl erhitzt, fällt die Kostenersparnis geringer aus und liegt bei rund 15 Euro im Jahr.

Voraussetzung für die optimale Kosten- und Stromeinsparung ist, so die dena, die Nutzung der energieeffizienten Sparprogramme, über die viele Geschirrspüler verfügen. Sie reinigen das Geschirr bei einer Temperatur von etwa 50 Grad, was bei normaler Verschmutzung völlig ausreicht. Sparprogramme benötigen zwar etwas mehr Zeit für das Reinigen, sorgen dafür aber schon mit wenig Energie für sauberes Geschirr. Ein Anschluss der Spülmaschine an die Warmwasserleitung des Hauses bietet dagegen nur begrenzt Einsparmöglichkeiten. In der Regel lohnt es sich nicht, da das Wasser nur bei zwei von fünf möglichen Spülgängen aufgeheizt werden muss.

Wer sich eine neue Spülmaschine kaufen möchte, erkennt am EU-Label wie energieeffizient ein Geschirrspüler arbeitet. Es informiert mit sieben farbigen Pfeilen "von A bis G" über die Energieeffizienz der Geräte. Die Kennzeichnung Effizienzklasse "A" signalisiert dabei einen niedrigen Energieverbrauch. Für den Verbraucher lohnt sich ein genauer Blick auf die Energie- und Wasserverbrauchswerte, die auf dem EU-Label angegeben sind, da es auch innerhalb einer Effizienzklasse Unterschiede gibt.

Die Initiative EnergieEffizienz bietet mit ihrer Gerätedatenbank im Internet eine wertvolle Unterstützung bei der Auswahl energieeffizienter Haushaltsgeräte. Darunter befinden sich auch 525 Geschirrspüler. Sie ist im Internet unter www.initiative-energieeffizienz.de zu finden.

Die Informationskampagne zur effizienten Stromnutzung in privaten Haushalten ist ein Projekt der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

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