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Geschafft: Castor in Gorleben angekommen

Mit Unterstützung mehrerer Hundertschaften Polizei und Bundesgrenzschutz haben die zwölf Castor-Behälter aus Frankreich heute morgen planmäßig das Zwischenlager in Gorleben erreicht. Für die 20 Kilometer vom Verladebahnhof ins Zwischenlager benötigten die Tieflader eine knappe Stunde - größere Zwischenfälle blieben aus.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Um 7.24 Uhr heute morgen war der Spuk ein weiteres mal vorbei: Der bislang größte Castor-Transport erreichte pünktlich zum Sonnenaufgang das Zwischenlager Gorleben. Für die knappen 20 Kilometer vom Verladebahnhof Dannenberg hatten die Tieflader mit den zwölf Behältern eine gute Stunde gebraucht.

Der Transport verlief zum größten Teil ohne Störungen, dafür sorgten mehrere Hundertschaften Polizei und Bundesgrenzschutz an der Strecke. In einem kleinen Dorf wurden einige hundert Atomkraft-Gegner auf einem Acker eingekreist, denen es schließlich doch noch gelang, die Straße zu erreichen. Dennoch behielt die Polizei die Lage im Griff und die Straße war wieder frei, noch bevor die Tieflader anrollten.

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