Steigende Belastungen

Geplante Steuererhöhungen: Heizen wird teurer

Mit der verschärften Besteuerung von Heizstoffen will Bundesfinanzminister Hans Eichel im kommenden Jahr Mehreinnahmen von etwa 2,1 Milliarden Euro erzielen. Sie sollen in die Rentenkasse fließen. Für den Energieverbraucher bedeutet das einen Preisanstieg bei Gas und Heizöl. Energieintensive Unternehmen sind zunächst davon nicht so stark betroffen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Ökosteuer auf Erdgas und Heizöl wird vermutlich steigen. Dies berichtet die Online-Ausgabe des renommierten Wochenmagazins "Der Spiegel". Während die Verbraucher aber stärker zur Kasse gebeten werden, sollen energieintensive Unternehmen weiter geschont werden.

Mit der Überarbeitung der Ökosteuer will der Bund laut "Spiegel Online" im kommenden Jahr etwa 2,1 Milliarden Euro mehr einnehmen. So soll die Besteuerung von Heizstoffen stärker an deren Energiegehalt orientiert werden. Damit würde der Steuersatz für Erdgas um 66 Prozent auf 0,58 Cent pro Kilowattstunde ansteigen. 1000 Liter leichtes Heizöl würde künftig mit 75 Euro besteuert, bisher waren es 61,30 Euro. Für ein Kilogramm Flüssiggas würde dann 62,9 Cent Ökosteuer statt bisher 38,4 Cent fällig und bei einem Kilogramm schwerem Heizöl fiele eine Ökosteuer von 25 Cent statt bisher 17,9 an.

Auch bei Nachtspeicherheizungen wird der Steuersatz vermutlich von derzeit 1,02 Cent pro Kilowattstunde auf 1,23 Cent angehoben, Anfang 2007 soll die Vergünstigung dann ganz entfallen. Als Kraftstoff für Autos bleibt Erdgas aber bis 2020 steuerermäßigt.

Im Gegensatz zu den Verbrauchern, sollen energieintensive Unternehmen von steigenden Belastungen weitestgehend verschont bleiben. Der Steuernachlass steigt hier zwar von derzeit 20 auf 60 Prozent des normalen Ökosteuersatzes, dafür soll aber der Spitzenausgleich auf 95 Prozent festgesetzt werden. Wie "Spiegel Online" berichtet, wird der Vorteil all jenen Unternehmen gewährt, deren zusätzliche Stromkosten erheblich höher sind als die Einsparung aus der Senkung der Lohnnebenkosten.

Der Gesetzesentwurf soll heute in den rot-grünen Fraktionen und morgen im Kabinett verabschiedet werden.

Wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtete, reagierte der Gesamtverband des deutschen Brennstoff- und Mineralölhandels (GDBM) empört auf die Pläne der Bundesregierung. Wie ein Sprecher der Tageszeitung sagte, würden sich die steigenden Abgaben voraussichtlich voll auf die Endverbraucherpreise durchschlagen.

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