Bohrbeginn

Geothermieprojekt in Hannover: Wärme aus 400 Metern Tiefe

Für das Geothermie-Pilotprojekt "GeneSys" der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover haben am Montag die Bohrarbeiten begonnen. Das 15 Millionen Euro teure Vorhaben wird vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert und soll künftig Erdwärme aus mehr als 4000 Meter Tiefe liefern.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/red) - Ab 2012 soll das Geozentrum mit seinen rund 1000 Mitarbeitern komplett mit Wärme aus der Erde beheizt werden. Das BGR will mit dem Projekt zeigen, dass auch unter den geologischen Gegebenheiten Norddeutschlands die Nutzung der tiefen Erdwärme möglich ist.

Erdwärme sei eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle und vor allem umweltfreundlich, sagte BGR-Präsident Hans-Joachim Kümpel. Zum ersten Mal weltweit wird bei dem "GeneSys"-Projekt den Angaben zufolge das sogenannte Einbohrloch-Konzept für die Direktnutzung von tiefer Erdwärme im Betrieb erprobt. Dabei erfolgen die Förderung des heißen Wassers und die anschließende Injektion des abgekühlten Wassers im Unterschied zu den sonst üblichen Bohrlochdubletten kostensparend in derselben Bohrung.

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