Erdwärme

Geothermie-Erkundungsbohrungen in der Region Hannover

Niedersachsen erkundet Möglichkeiten einer verstärkten Nutzung von Erdwärme als Energiequelle. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) bringt dazu derzeit in der Region Hannover fünf bis zu 80 Meter tiefe Bohrungen nieder, um die thermische Leitfähigkeit typischer niedersächsischer Gesteine zu bestimmen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/sm) - Ziel sei die Ermittlung von Daten für die Planung von oberflächennahen geothermischen Anlagen. Der Landtag hatte das LBEG beauftragt, den Einsatz von Erdwärme zur Gebäudeheizung zu fördern.

Untersucht würden im Rahmen der zweiwöchigen Erkundungen die im Raum Hannover häufig vorkommenden Ton- und Kalkmergelsteine der Unter- und Oberkreide, sagte der Sprecher. Gebohrt werde in Barsinghausen, Pattensen, Ahlten, Anderten und Neustadt a. Rbg. Die Untersuchungsdaten sollen die Planungen für Wärmepumpenanlagen auf Basis von Erdwärmesonden verbessern, hieß es.

Um die Frage der Erdwärme als Energiequelle der Zukunft geht es am Donnerstag nächster Woche auch beim 1. Norddeutschen Geothermietag in Hannover. Experten wollen dort über Chancen und technologische Entwicklungen bei der Erdwärmenutzung diskutieren. In Deutschland wird Erdwärme den Angaben zufolge derzeit vor allem im oberflächennahen Bereich bis zu 100 Meter Tiefe für die Energieversorgung genutzt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energieversorung

    Geozentrum Hannover bezieht Strom aus Erdwärme

    In einer Tiefe von etwa 3000 Metern herrschen Temperaturen zwischen 120 und 140 Grad. Diese Tatsache soll jetzt genutzt werden, Strom aus Erdwärme zu erzeugen. Dazu wurde ein Erdwärme-Projekt gestartet.

Top