Von öffentlichen Dächern

Genossenschaft will günstigen Solarstrom anbieten

Die Bremer Genossenschaft Lichtkraftwerk will ab dem nächsten Jahr Solarstrom zu einem stabilen Preis anbieten. Sobald die Genossenschaft genügend Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgestattet habe, könnten die ersten Genossen ihren Ökostrom über Lichtkraftwerk beziehen, sagte Gründer Thorsten Nordhoff.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bremen (ddp-nrd/sm) - Dieser solle rund einen Cent unter dem aktuellen Preis für eine Kilowattstunde liegen und dann 20 Jahre lang nicht steigen. Er rechnet damit, dass die ersten Lieferverträge Ende 2009 geschlossen werden können. Grundlage sei jedoch, dass genügend Menschen in der Genossenschaft mitmachten. In zehn Jahren sollen aus den bisher gut 30 Mitgliedern 40.000 werden.

Die Mitglieder müssten eine Einlage von 300 Euro zahlen. Dafür mietet die Genossenschaft öffentliche Dächer an und installiert dort Photovoltaikanlagen, wie Vorstandsmitglied Torge Latza sagte. Bisher habe die Genossenschaft erst vier Dächer mit solchen Anlagen bestückt. Dies reiche nicht aus, um jetzt schon den Genossen direkt mit Strom versorgen zu können. Deshalb werde der gewonnene Strom zunächst im Rahmen des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) ins öffentliche Netz eingespeist. Dafür bekommt Lichtkraftwerk vom örtlichen Netzbetreiber den gesetzlich festgelegten Preis über 46,5 Cent pro Kilowattstunde.

Dies sei mehr als doppelt so viel wie der Verbraucher für die Kilowattstunde zahle. Mit dem erwirtschafteten Gewinn werde in weitere Anlagen investiert, der Rest werde einmal jährlich an die Mitglieder ausgeschüttet. Die Genossenschaft will nach den Worten Nordhoffs zunächst in Bremen beginnen. Langfristig soll das Konzept auf ganz Deutschland angewendet werden. "Wir wollen etwas gegen die hohen Strompreise tun", sagte Latza.

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