Genehmigung für Zwischenlager Philippsburg beantragt

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die EnBW Kraftwerke AG hat heute beim zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter eine Genehmigung für die Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente nach Paragraph 6 des Atomgesetzes beantragt. Auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Philippsburg soll dafür ein Zwischenlager errichtet werden. Mit der Antragstellung entspricht die EnBW Kraftwerke AG der Forderung der Bundesregierung nach Errichtung dezentraler Zwischenläger.



In einer heute Vormittag veröffentlichten Erklärung weist die EnBW Kraftwerke AG darauf hin, dass sie bereits ausreichende Entsorgungsmöglichkeiten abgebrannter Brennelemente durch bestehende Wiederaufarbeitungsverträge und Lagermöglichkeiten in den Zwischenlägern Ahaus und Gorleben hat. "Ein Zwischenlager am Standort des Kernkraftwerkes Philippsburg wird nur deshalb erforderlich, weil es der Wille der Bundesregierung ist, sowohl Transporte zur Wiederaufarbeitung als auch zur Zwischenlagerung in Ahaus und Gorleben unbedingt zu verhindern", heißt es seitens der EnBW Kraftwerke AG.



Weiterhin ist beim Bundesamt für Strahlenschutz ein Genehmigungsantrag für eine "Interimslagerung“ abgebrannter Brennelemente gestellt worden. Dazu sei geplant, Transportbehälter mit abgebrannten Brennelementen auf dem Kraftwerksgelände zu lagern, bis das Zwischenlager zur Verfügung steht. Da es zur Zeit in Deutschland "aufgrund des Verhaltens der Bundesregierung" nicht möglich sei, abgebrannte Brennelemente zu den bestehenden Entsorgungseinrichtungen zu transportieren, könne "nur durch diese Maßnahmen der Weiterbetrieb der Kraftwerke" gesichert werden.



Beide Genehmigungsverfahren, so die EnBW Kraftwerke AG, würden eine Öffentlichkeitsbeteiligung einschließen. Darüber hinaus werde man die Öffentlichkeit auch künftig über den jeweils aktuellen Stand des Verfahrens informieren.

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