Offshore

Gemeinschaftsunternehmen baut Windpark auf offener See

Die Konzerne RWE und Siemens werden gemeinsam mit den Stadtwerken München für mehr als zwei Milliarden Euro einen Windpark auf offener See errichten. Das teilte der Essener Versorger am Freitag mit. Für den Windpark lägen bereits alle erforderlichen Genehmigungen vor.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (ddp/red) - Dabei entfalle auf den Technologiekonzern Siemens ein Investitionsvolumen von 1,2 Milliarden Euro. Ausgeführt werde das Vorhaben 18 Kilometer vor der Küste von Nordwales von einem Gemeinschaftsunternehmen. Daran werde RWE Innogy 60 Prozent halten, die Stadtwerke München hielten 30 Prozent und Siemens 10 Prozent.

Siemens werde für den Windpark Gwynt y Mor (walisisch für Wind im Meer) 160 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt liefern und aufstellen sowie den Netzanschluss der Windturbinen übernehmen. Für fünf Jahre werde Siemens zudem die Wartung des Windparks übernehmen.

Für den Windpark lägen bereits alle erforderlichen Genehmigungen vor. Mit der Errichtung der ersten Fundamente werde Ende 2011 begonnen, hieß es von RWE weiter. 2014 solle der Windpark fertig sein und dann rund 400.000 britische Haushalte versorgen.

Gwynt y Mor sei der fünfte Windpark auf offener See, den RWE nicht nur entwickele, sondern auch baue, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von RWE Innogy, Fritz Vahrenholt.

Für den Bau des Windparks hat RWE Innogy bei der koreanischen Werft Daewoo ein weiteres Offshore Konstruktionsschiff bestellt. Der Auftragswert liege bei rund 100 Millionen Euro. Ende 2011 wird das neue Konstruktionsschiff erwartet.

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