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Gemeinde Höchst setzt umweltpolitisches Zeichen

Gemeinsam mit der HEAG NaturPur AG hat die Kommune auf dem Dach des Kindergartens Hetschbach eine Solarstromanlage realisiert. 80 Kinder weihten die Anlage gestern ein. Der Darmstädter Ökostromanbieter übernimmt 10.000 Euro der Planungs- und Installationskosten - dafür darf er das Dach 20 Jahre lang nutzen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Pünktlich zur sonnenreichsten Zeit des Jahres haben die Gemeinde Höchst und die HEAG NaturPur AG ein Solarkraftwerk eingeweiht. Die Anlage wurde im Rahmen des Projektes "Photovoltaikanlagen auf kommunalen Kindergärten" errichtet, an dem sich die Gemeinde beteiligt hat. Die 10.000 Euro für Planung und Installation der Anlage sowie für eine Anzeigetafel am Eingang des Kindergartens hat - wie auch die Wartung - der Darmstädter Ökostromanbieter übernommen.

Die Gemeinde wiederum hat der HEAG NaturPur AG das Dach für einen 20-jährigen Nutzungszeitraum zur Verfügung gestellt und lässt den Kindergarten komplett mit dem ökologisch erzeugten Strom versorgen. Bürgermeister Reiner Guth und NaturPur-Vorstand Josef Werum feierten die Einweihung des umweltfreundlichen Stromerzeugers gemeinsam mit rund 80 Kindern und dem Team des Kindergartens.

Das High-Tech-Kraftwerk erzeugt rund 800 Kilowattstunden Solarstrom im Jahr. Diese Menge reicht aus, um ein Jahr lang Kühlschrank, Fernseher, Stereoanlage sowie die Beleuchtung zu betreiben oder auch um 1000 Stunden zu bügeln. Im Vergleich zum bundesdeutschen Kraftwerksmix werden dadurch jährlich rund 400 Kilogramm schädliche Kohlendioxid-Emissionen vermieden. Nochmals gut 9000 Kilogramm Schadstoffemissionen erspart der NaturPur-Strombezug des Kindergartens der Umwelt zusätzlich pro Jahr. Somit hat die Gemeinde ein Vorzeigeobjekt für zukunftsweisende Stromerzeugung ohne Belastung des kommunalen Haushalts erhalten.

Die HEAG NaturPur AG hat seit ihrem Unternehmensstart im Juli 1999 60 Solarkraftwerke in 45 südhessischen Kommunen errichtet, 43 davon im Rahmen des NaturPur-Kindergartenprojektes. Die daraus resultierende Umweltbilanz kann sich fraglos sehen lassen: Mit einer Leistung von rund 165 Kilowatt erzeugen die 60 Anlagen rund 132.000 Kilowattstunden Solarstrom im Jahr, wodurch mehr als 71 Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid vermieden werden. Betrachtet man den Umweltnutzen über die durchschnittliche Lebensdauer der Anlagen von 20 Jahren werden der Umwelt sogar rund 1420 Tonnen Kohlendioxid erspart.

Der Darmstädter Ökostromanbieter erhofft sich durch seine Vorleistung einen Multiplikatoreffekt: "Wir würden uns freuen, wenn sich die Gemeinde dazu entscheiden würde, weitere öffentliche Liegenschaften mit NaturPur-Strom versorgen zu lassen", erläutert Vorstand Josef Werum. "Aber auch alle Privathaushalte, Büros und Gewerbebetriebe können durch ihren Umstieg auf NaturPur-Strom dazu beitragen, dass in Höchst weitere Zeichen für eine regionale und nachhaltige Stromversorgung geschaffen werden können".

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