Gutes Ergebnis

Gelsenwasser übertrifft Erwartungen

2004 war ein gutes Geschäftsjahr für den Gelsenkirchener Gas- und Wasserversorger Gelsenwasser AG. Er erwirtschaftete einen Umsatzanstieg von 9,0 Millionen Euro auf 405,6 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 70,2 Millionen Euro knapp unter Vorjahresniveau.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Gelsenkirchen (ddp-nrw/sm) - Der Gelsenkirchener Gas- und Wasserversorger Gelsenwasser AG hat im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatzanstieg von 9,0 Millionen Euro auf 405,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 70,2 Millionen Euro knapp unter Vorjahresniveau. "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumal es über unseren eigenen Erwartungen liegt", sagte der Vorstandsvorsitzende Manfred Scholle heute in Gelsenkirchen.

Der Wasserabsatz stieg 2004 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,5 Million Kubikmeter auf 240,7 Millionen Kubikmeter. Diese Entwicklung beruhe auf der um 1,7 Millionen Kubikmeter erhöhten Nachfrage durch die Industrie, insbesondere der Kraftwerke. Die Haushalte verbrauchten knapp eine Million Kubikmeter Trinkwasser weniger als im Jahr 2003 mit dem besonders heißen Sommer.

Eine höhere Tagesdurchschnittstemperatur und der zunehmende Einbau von Wärmeschutz sowie Energie sparender Heizkessel haben den Gasverbrauch um 1,4 Prozent oder 71,4 Millionen Kilowattstunden auf 4936 Millionen Kilowattstunden zurück gehen lassen. Durch die Gewinnung von Neukunden konnte allerdings die Gasversorgungsquote von 58,7 Prozent auf 59,2 Prozent (Bundesdurchschnitt 47,2 Prozent) im Verbreitungsgebiet gesteigert werden.

Seit anderthalb Jahren gehört die große Mehrheit der Gelsenwasser-Aktien der Wasser und Gas Westfalen GmbH, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Bochum und der Dortmunder Stadtwerke. Diese Konstruktion stärke das Untenehmen am Markt, betonte Vorstandschef Scholle. Er fügte hinzu: "Wir haben verlässliche Partner gefunden, die neue und langfristige Perspektiven eröffnen. Zum einen sind wir in der Lage, auf gemeinsamen Feldern insgesamt kostengünstiger zu arbeiten. Zudem helfen uns die Anteilseigner beim Marktauftritt."

Die Kombination aus privatwirtschaftlichem Unternehmen mit kommunal-freundlichen Eignern "mache das Leben leichter". Dies liege an den spezifischen Bedingungen des Versorgungsmarktes. "Unsere Vertragspartner im Trinkwasser- und Abwasserbereich sowie beim Erdgas sind schließlich die Kommunen", sagte Scholle. Dies ermögliche eine weitere positive Entwicklung des Unternehmens. "Darum sehen wir in unserer Rolle eine große Chance in der Region vor der Haustür, in Deutschland wie in europäischen Nachbarländern", betonte der Vorstandschef.

Von Markus Peters

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