Dispozinsen
Regierung prüft Zinsen für Kurzzeitkredite
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) lässt die von Banken erhobenen Zinsen für kurzfristige Kredite überprüfen. Dispozinsen von bis zu 16 Prozent seien "nicht begründbar", so Aigner.
Berlin (afp/red) - Anlass für die Prüfung seien große Unterschiede zwischen niedrigen Leitzinsen, von denen die Banken profitierten, und vergleichsweise hohen Überziehungszinsen, die den Bankkunden in Rechnung gestellt würden, erklärte ihr Ministerium am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Die Ergebnisse der Prüfung sollten noch dieses Jahr vorliegen und veröffentlicht werden. Dann solle entschieden werden, welche Maßnahmen zu ergreifen seien.
Banken sollen Vorteile weitergeben
"Wir nehmen die Dispozinsen gründlich unter die Lupe", erklärte Aigner. Sie habe "kein Verständnis dafür, wenn Banken sich einerseits bei der Zentralbank billiges Geld beschaffen, andererseits aber ausgerechnet jene Kunden mit hohen Zinsen abkassieren, die am wenigsten haben". Dispozinsen von bis zu 16 Prozent seien "nicht begründbar". "Ich fordere die Banken auf, die eigenen Zinsvorteile direkt und in vollem Umfang an die Kunden weiterzugeben", erklärte Aigner.
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