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Handy, TÜV, Schufa: Was sich zum 1. Juli ändert

Zum 1. Juli treten wieder zahlreiche Änderungen in Kraft. Zum Beispiel gibt es mehr Geld für die 20 Millionen Rentner in Deutschland, eine Reisepasspflicht für Kinder und geringere Handykosten im EU-Ausland. Lesen Sie hier, welche richtigen Änderungen kommen.

Geld© c / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab Juli mehr Geld. In den alten Ländern erhöhen sich die Renten um 2,18 Prozent, in den neuen um 2,26 Prozent. Auch die Renten für Kriegs- und Wehrdienstopfer steigen.

Reisepass für Kinder

Alle Kinder müssen nun von Geburt an bei Auslandsreisen über einen eigenen Reisepass verfügen. Seit dem 26. Juni 2012 reichen Kindereinträge im Pass der Eltern nicht mehr aus.

Handynutzung in der EU

Die Obergrenzen für Handykosten im EU-Ausland sinken. Kunden zahlen maximal 29 Cent pro Minute, wenn sie selbst andere anrufen. Für Anrufe, die sie auf ihrem Handy kriegen, sinkt der Preis auf acht Cent. SMS dürfen künftig zudem nicht mehr als neun Cent kosten. Auf die Preise wird noch die Mehrwertsteuer draufgeschlagen.

Strengere Prüfung beim TÜV

Bei der Hauptuntersuchung (HU) für Kraftfahrzeuge treten umfangreiche Änderungen in Kraft. Die Sachverständigen von TÜV, Dekra & Co. machen künftig eine Probefahrt mit jedem Fahrzeug, die elektronischen Sicherheitssysteme des Autos werden unter die Lupe genommen, und bundesweit einheitlich gibt es keine Rückdatierung mehr. Der Termin für die nächste HU orientiert sich künftig nicht mehr wie bisher am eigentlichen Fälligkeitsdatum, sondern am tatsächlichen HU-Termin. Eine Einladung zum Zeitschinden ist das aber nicht: Wer zukünftig mehr als zwei Monate überzieht, dessen Fahrzeug wird einer vertieften Hauptuntersuchung unterzogen, die 20 Prozent mehr kostet.

Alkoholtest für die Frankreichreise

Wer mit dem Auto nach Frankreich fährt, muss ein unbenutztes und sofort einsatzbereites Gerät zur Messung des Alkohols im Atem dabei haben. Wer kein Testgerät mitführt, riskiert von November an elf Euro Bußgeld. Die Tests sind für einen geringen Preis im Handel erhältlich, etwas an der Tankstelle.

Negative Schufa-Einträge löschen

Verbraucher haben es etwas leichter, einen negativen Eintrag bei der Auskunftei Schufa wieder loszuwerden. Sie können einen neu gemeldeten negativen Eintrag über eine nicht bezahlte Rechnung bis 2.000 Euro (bislang 1.000 Euro) sofort löschen lassen, wenn sie vom Gläubiger innerhalb von sechs Wochen (bislang vier Wochen) als beglichen gemeldet wird. Die Forderung muss erstmals gemeldet, offen, ausreichend gemahnt, unbestritten und nicht tituliert sein. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wird das negative Merkmal umgehend wieder gelöscht, wie die Schufa verspricht.

Abfallrecht und Energieberatung

Das deutsche Abfallrecht wird modernisiert. Ziel ist es, Abfall zu vermeiden und mehr zu recyclen. Das Gesetz schafft die Rechtsgrundlage für die Einführung einer Wertstofftonne.

Bewohner eines Ein- oder Zweifamilienhauses erhalten für eine Energieberatung einen Zuschuss bis zu 400 Euro. Bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten sind es maximal 500 Euro.

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