Weniger Falschgeld

Fünf gefälschte Geldscheine auf 10.000 Einwohner

In der ersten Jahreshälfte ist nach Angaben der Bundesbank weniger Falschgeld in Umlauf gewesen. Rund 19.000 falsche Banknoten seien von Januar bis Juni registriert worden, teilte die Bundesbank am Montag in Frankfurt am Main mit.

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Frankfurt/Main (afp/red) - Dies seien fünf Prozent weniger gewesen als im zweiten Halbjahr 2011 und ähnlich viele wie im Vorjahreszeitraum. Der verursachte Schaden durch falsche Banknoten habe sich auf 1,1 Millionen Euro belaufen. Auf 10.000 Einwohner kämen rund fünf falsche Banknoten.

Beim Falschgeld-Umlauf sei ein "weiterhin rückläufiger Trend" feststellbar, erklärte der für Bargeld zuständige Bundesbank-Vorstand, Carl-Ludwig Thiele. Diese Entwicklung sei auf die Arbeit der Behörden im Kampf gegen Blüten zurückzuführen.

Auch Münzen werden gefälscht

Falsche 20- und 50-Euro-Scheine machten drei Viertel der gefälschten Banknoten aus, erklärte Thiele. Zudem seien im ersten Halbjahr rund 22.000 gefälschte Münzen unterwegs gewesen. Im zweiten Halbjahr 2011 seien es 25.000 falsche Münzen gewesen. Gefälscht wurden demnach ausschließlich 50-Cent-Stücke sowie Ein- und Zwei-Euro-Münzen. Die Zwei-Euro-Münzen hätten dabei 80 Prozent der Fälschungen ausgemacht. Speziell Falschmünzen seien "in der Regel nur bei sehr sorgfältiger Prüfung visuell von echten Münzen zu unterscheiden", erklärte Thiele.

Weniger Falschgeld in der EU

Auch im Euro-Währungsraum entwickelte sich das Falschgeld-Volumen rückläufig, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. In den 17 Mitgliedsländern waren demnach zwischen Januar und Juni 251.000 falsche Banknoten in Umlauf. Dies habe einem Rückgang um 19 Prozent gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2011 entsprochen, als 310.000 falsche Geldscheine zirkulierten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum waren rund 15 Prozent weniger falsche Banknoten in Umlauf. Insgesamt seien im ersten Halbjahr 2012 in der Euro-Zone 14,6 Milliarden Banknoten im Verkehr gewesen.

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