Marktanreizprogramm

Geld vom Staat für umweltfreundliche Wärmeerzeugung in Unternehmen

Gute Nachrichten für deutsche Unternehmen aus Brüssel: Die Europäische Kommission hat die Richtlinien zum Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien genehmigt. Damit können Unternehmen und Freiberufler, die Erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung nutzen, vom Staat gefördert werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Im KfW-Programm Erneuerbare Energien können ab dem 1. September 2008 Anträge - in der Regel über die Hausbanken - gestellt werden. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kann nun ab sofort Anträge von gewerblichen Antragstellern bewilligen.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) begrüßte die Entscheidung: "Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass im Jahr 2020 insgesamt 14 Prozent der genutzten Wärme aus erneuerbaren Energien stammt. Das können wir nur schaffen, wenn auch Unternehmen und Freiberufler in erneuerbare Energien investieren." Das Marktanreizprogramm für Unternehmen biete nun bessere Förderbedingungen denn je.

Mit den Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien wurden die Konditionen für gewerbliche Investitionen deutlich attraktiver. Gefördert werden Anlagen zur Nutzung von Tiefengeothermie und Biomasse, große Solarkollektoranlagen, Nahwärmenetze und große Wärmespeicher, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden, Anlagen zur Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität und Biogasleitungen.

In diesem Jahr stehen für das Programm 350 Millionen Euro bereit und ab 2009 bis zu 500 Millionen Euro jährlich.

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