Überhöhte Netznutzungsentgelte

Gelbe Karte-Aktion von Yello: Mitspieler anrempeln und Schiedsrichter "Gelbe Karte" zeigen

Der Kölner Stromanbieter Yello hat dem parteilosen Wirtschaftsminister Werner Müller heute zwischen 130 000 und 150 000 "Gelbe Karten" überreicht. Darauf protestieren die Verbraucher gegen die Erhöhung der Strompreise, die auf die überhöhten Netznutzungsentgelte zurückzuführen seien. Müller allerdings fühlt sich nicht angesprochen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Der Kölner Stromanbieter Yello hat heute dem Wirtschaftsminister zwischen 130 000 und 150 000 "Gelbe Karten" überreicht. Yello hatte seine Kunden Anfang des Jahres aufgefordert, mit gelben Karten gegen die Erhöhung der Preise für Yello-Strom zu protestieren, die - so Yello - auf die gestiegenen Netznutzungsentgelte zurückgingen. Müller's Kommentar: "Die Aktion mit den Gelben Karten ist, als ob man den Mitspieler anrempeln und dann dem Schiedsrichter die gelbe Karte zeigen würde."

"Wir haben bei der Marktöffnung in Deutschland aus guten Gründen auf den verhandelten Netzzugang und bewusst nicht auf staatliche Regulierung gesetzt. Dann sind aber auch Höhe und Struktur der Netznutzungsentgelte Verhandlungssache zwischen den Marktteilnehmern bzw. ihren Verbänden. Staatliche Eingriffe beschränken sich auf die Missbrauchsaufsicht der Kartellbehörden. Diese Spielregeln müssten eigentlich bekannt sein", wies der Wirtschaftsminister den Handlungsbedarf von sich. Mit einer Einschränkung: "Das heißt aber nicht, dass wir die Entwicklung der Netznutzungsentgelte nicht aufmerksam verfolgen. Ich erwarte, dass der jetzt vorgelegte Kalkulationsleitfaden und das vorgesehene Monitoring-Verfahren dazu führen, dass die Entgelte letztlich sinken werden."

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