Preissteigerungen

Gebühren an fremden Geldautomaten immer noch hoch

Nach wie vor kommt es Verbraucher sehr teuer, wenn sie an einem fremden Automaten Geld abheben.

Geld abheben© Imaginis / Fotolia.com

Nach wie vor kommt es Verbraucher sehr teuer, wenn sie an einem fremden Automaten Geld abheben. Das teilte jetzt die Bundesregierung unter Berufung auf Zahlen des Bundeskartellamtes mit. Dass ausgerechnet genossenschaftlich orientierte Banken ziemlich hohe Gebühren erheben, hat jedoch seinen Grund.

Gebühren sind bislang kaum gesunken

Dass die Gebühren für Fremdabhebungen an Geldautomaten von Sparkassen und Genossenschaftsbanken bisher kaum gesunken sind, geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor. Laut Bundeskartellamt beträgt die Gebühr bei Sparkassen durchschnittlich 4,26 Euro, bei Genossenschaftsbanken 3,90 Euro pro Abhebung, schreibt die Regierung. Die privaten Banken dagegen hatten sich 2010 auf eine Gebührenobergrenze von 1,95 Euro verständigt. Eine einheitliche Linie für alle Kreditinstitute scheiterte. Allerdings bekommen die Bankkunden inzwischen immerhin die Gebühr direkt mitgeteilt, wenn sie Geld bei einer fremden Bank abheben.

Dichtes Zweigstellennetz will gegenfinanziert werden

Durch die Neuregelung sollten die Gebühren ingesamt sinken, was sie jedoch nur teilweise taten. Immerhin berechnen sich seitdem wenigstens die Banken untereinander keine Zusatzgelder mehr für "Fremdabheber", wie es bis 2010 regelmäßig der Fall war. Übrigens gibt es einen - nicht ganz von der Hand zu weisenden Grund - für die höheren Gebühren ausgerechnet bei den genossenschaftlich orientierten Banken, die doch gemeinhin verbraucherorientierter agieren als ihre private Konkurrenz. Denn gerade Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken unterhalten nach wie vor Filialen fast an jeder Ecke - anders als die private Konkurrenz, die sich sehr genau überlegt, wie viele Filialen an welchen Orten überhaupt wirtschaftlich zu betreiben sind.

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