GEA-Label: Beim Weihnachtseinkauf auf energieeffiziente Elektronik achten

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Zum derzeit einsetzenden Weihnachtseinkauf rät die Energieagentur NRW, bei der Neuanschaffung von Unterhaltungs- und Informationselektronik die Folgekosten zu bedenken, die sich aus den hohen Stand-by-Verbräuchen und der mangelnden Energieeffizienz vieler Geräte ergeben. Der Käufer sei deshalb gut beraten, auf das GEA-Label zu achten, mit dem die Gemeinschaft Energielabel Deutschland Geräte auszeichnet, die geringe Leerlaufverluste und einen besonders niedrigen Energieverbrauch haben. Die Liste der ausgezeichneten Geräte ist unentgeltlich bei der Energieagentur NRW oder im Internet unter www.energielabel.de erhältlich.


In einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt betragen die vermeidbaren Kosten für den Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten etwa 150 Mark pro Jahr, bundesweit schlägt der Stand-by-Modus mit etwa 20,5 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr zu Buche. Zum Vergleich: Eine Großstadt wie Berlin verbraucht jährlich etwa 14 Milliarden Kilowattstunden Strom. Die Unterschiede im Stromverbrauch einzelner Geräte mit ansonsten sehr ähnlichen Leistungsmerkmalen sind immer noch riesig. Wenig effiziente Produkte verbrauchen im Stand-by-Modus oft doppelt so viel Energie wie gleichwertige und ebenso teure, aber sparsamere Geräte. Es lohnt sich also beim Kauf von Unterhaltungs- und Informationselektronik in jedem Fall, auch auf den Stromverbrauch der Geräte insbesondere im Stand-by-Betrieb zu achten.


Bei Haushaltsgroßgeräten schreibt eine EU-Richtlinie die Kennzeichnung der Energieverbrauchskenndaten vor. Im Gegensatz hierzu sind die Energieverbrauchswerte für Unterhaltungs- und Informationselektronik in den Produktinformationen oft unverständlich oder überhaupt nicht ersichtlich. Deshalb war es bisher nur schwer erkennbar, welche Geräte effizient und welche verschwenderisch mit der Energie umgehen - ein Auszeichnungssystem ähnlich dem für Haushaltsgroßgeräte war in Deutschland bis vor kurzem nicht vorhanden. Diese Lücke hat die Gemeinschaft Energielabel Deutschland (GED) geschlossen, der verschiedene Organisationen aus der gesamten Bundesrepublik, wie z.B. die Energieagentur NRW, angehören. Die GED hat sich zum Ziel gesetzt, energiesparende Geräte verschiedener Produktgruppen - wie Fernseher, Videorecorder, PC's, Monitore, Drucker - mit dem GEA-Energielabel auszuzeichnen. In enger Zusammenarbeit mit den Herstellerverbänden von Elektrogeräten werden von der GEA, des europäischen Zusammenschlusses nationaler Organisationen wie der GED, für die Auszeichnung der einzelnen Gerätegruppen jährlich neue Grenzwerte festgelegt, so dass jeweils die energieeffizientesten, d.h. etwa 20 bis 30 Prozent der am Markt angebotenen Produkte, das GEA-Label erhalten.

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