Zäsur

Gazprom lässt sich auf flexiblere Lieferverträge ein

Wie verschiedene Medien am Freitag berichten, habe sich E.ON Ruhrgas erstmals mit Gazprom auf vergleichsweise flexible Lieferverträge einigen können. Dabei sei sowohl die Koppelung an den Ölpreis aufgeweicht als auch eine Einigung bei den überschüssigen Restmengen erzielt worden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Essen (red) - Medienberichten zufolge hat sich der russische Energiegigant und weltgrößte Gasproduzent erstmals auf ein flexibles Vertragswerk mit dem deutschen Konzern E.ON Ruhrgas eingelassen. Wie ein Ruhrgas-Sprecher am Freitag bestätigte, würden im neuen Vertrag ein Teil der Mengen nicht mehr an den Öl-, sondern an den Gaspreis gekoppelt.

Vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen - und ein Treffen von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle mit Gazprom-Chef Alexei Miller. Zudem hätte Ruhrgas-Chef Bernhard Reutersberg auch eine Einigung in Bezug auf die nicht abgenommenen Mindestmengen erreichen können, hieß es. Die Einigung gilt als bedeutsam für den gesamten Gasmarkt.

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