Pipeline beschädigt?

Gazprom: Georgien verhindert Gaslieferungen an Südossetien

Gazprom hat Georgien vorgeworfen, Gaslieferungen in die abtrünnige Provinz Südossetien zu verhindern. Gazprom-Sprecher Sergej Kuprianow sagte, dass Tiflis den Stopp der Gaslieferungen auf Schäden an einer Pipeline durch den Kaukasus-Krieg im August zurückführe.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Moskau (AFP/sm) - Er wisse aber nicht, ob die Pipeline aus dem georgischen Gori in die südossetische Hauptstadt Zchinwali tatsächlich beschädigt worden sei. Es gebe auch keine Möglichkeit, dies zu überprüfen. Für Gaslieferungen noch in diesem Winter sei Gazprom daher auf mangelndes georgisches "Wohlwollen" angewiesen.

Kuprianow kündigte an, Südossetien im kommenden Jahr direkt aus Russland mit Gas zu beliefern. Es sei bereits eine Pipeline im Bau. Sie könne aber nicht vor Mitte kommenden Jahres fertig gestellt werden. Der Streit zwischen Russland und Georgien um die abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien hatte im August zu einem kurzen Krieg geführt. Inzwischen hat Russland beide Regionen als unabhängige Staaten anerkannt.

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