Ohne Ausschreibung

Gazprom erhält Zuschlag für Öl- und Gasfelder am Pazifik

Der Energieriese Gazprom hat den Zuschlag für die Ausbeutung weiterer Öl- und Gasfelder im fernen Osten von Russland bekommen. Eine Ausschreibung habe es nicht gegeben, wie die russischen Nachrichtenagenturen berichteten. Russland will die Rohstoffgewinnung wieder in eigener Hand wissen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Moskau (afp/red) - Regierungschef Wladimir Putin habe in der vergangenen Woche eine Verordnung unterzeichnet, wonach Gazprom drei Felder vor der Pazifik-Insel Sachalin und das Feld Sapadno auf der Halbinsel Kamtschatka erschließen wird.

Zum Projekt Sachalin III gehört auch das Feld Weninski mit geschätzten 600 Millionen Tonnen Öl und 1,3 Billionen Kubikmeter Gas. Weninski wird mehrheitlich von der staatlichen Ölgesellschaft Rosneft ausgebeutet. Die chinesische Raffinierie-Gesellschaft Sinopec hält einen Anteil von 25,1 Prozent.

Russland will die Rohstoffgewinnung größtenteils wieder in nationaler Hand wissen. So hatte Gazprom Ende 2006 nach heftigem Ringen mit ausländischen Investoren die Mehrheit am Projekt Sachalin II übernommen. Der vorherige Mehrheitseigner Shell musste unter massivem Druck der Behörden seine Führungsrolle in einem Konsortium abgeben.

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