Abgeblasen

Gazprom baut keinen Gasspeicher nördlich von Berlin

Der russische Gasversorger Gazprom hat sich nun gegen den riesigen Gasspeicher bei Berlin entschieden. Als Begründung wurden Sicherheitsrisiken genannt. An anderer Stelle geht es jedoch weiter: In Sachsen-Anhalt soll der größte Erdgasspeicher Westeuropas gebaut werden - zusammen mit Gazprom.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Waren/Wittstock (red) – Der große Erdgasspeicher nördlich von Berlin wird doch nicht gebaut. Medienberichten zufolge sind Sicherheitsrisiken der Grund für die Ablehnung des russischen Energieversorgers Gazprom. Bei einer Probebohrung seien geologische Brüche in einer Deckschicht gefunden worden.

Stattdessen plant Gazprom in Kooperation mit Verbundnetz Gas AG einen Gasspeicher bei Peissen in Sachsen-Anhalt. Dieser dann größte Erdgasspeicher in Westeuropa soll bei Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern gebaut werden, was etwa 400 Millionen Euro kosten soll. Die Einlagerungsstätte soll ein Volumen von fünf Milliarden Kubikmetern erreichen.

Ab 2011 soll über die Pipeline Nord Stream das Gas aus Russland nach Westeuropa geliefert werden. Das Projekt ist aber noch nicht abgesegnet; derzeit läuft ein Genehmigungsverfahren. Die Pipeline in der Ostsee soll insgesamt 7,4 Milliarden Euro kosten.

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