Forderungen

Gaswirtschaft bietet zukünftiger Bundesregierung konstruktive Zusammenarbeit an

Nach Ansicht des Bundesverbandes deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) sind die bundespolitischen Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung für die Sicherung der Erdgasversorgung. Der Verband bietet der neuen Bundesregierung den Dialog an und teilte gleichzeitig seine Forderungen mit.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - So forderte der BGW heute in Berlin beispielsweise die Beibehaltung der langfristigen Lieferverträge, da sie seiner Ansicht nach eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit in den internationalen Energiemärkten seien. Die Energiewirtschaft dürfe nicht länger "bürokratisches Experimentierfeld in Europa" sein.

Weiterhin warnte der Verband im Hinblick auf die Arbeit der von Bund und Ländern eingerichteten Regulierung der Gasnetze vor "übereilten Beschlüssen". Der Rahmen des neuen Energierechts bringe für die Versorger hohe wirtschaftliche Belastungen durch umfangreiche Entflechtungsvorgaben sowie administrative Dokumentationspflichten. Es müsse eine "praktikablen Umsetzung des Energiewirtschaftsgesetzes" erarbeitet werden.

Die staatlichen Belastungen sollten nicht wieter erhöht werden, da Erdgas nach Angaben des Verbandes fast doppelt so hohen Abgabenbelastungen unterliege wie Heizöl. Es sollte daher bei der Umsetzung der Energiesteuerrichtlinie auch nicht durch zusätzliche, verdeckte Steuererhöhungen belastet werden.

Der BGW erkennt erneuerbare Energien als Ergänzung zum Erdgas auch im Hinblick auf die Verringerung der Importabhängigkeit an. Er lehnte allerdings eine Förderung der Biogasnutzung zu Lasten des Erdgases ab. In einem solchen Fall würde Erdgas im Wärme- und Kraftstoffmarkt massiv benachteiligt. BGW-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolf Pluge: "Erdgas gehört schon heute zu den wirtschaftlichsten und umweltschonendsten Energieträgern. Deswegen muss eine weitere staatliche Belastung des Erdgaspreises unbedingt vermieden werden. Auch die Ausgestaltung des Energiewirtschaftsgesetzes muss unter wirtschaftlichen und für die Versorger praktikablenGesichtspunkten erfolgen."

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