Versorgungssicherheit

Gasversorger wollen grenzüberschreitend enger zusammenarbeiten

Um die Erdgasversorgung europaweit zu sichern, haben Gaserzeuger eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit vereinbart. Bessere Vernetzung der europäischen Erdgasmärkte sei erforderlich, wie Vertreter der Branche auf einer internationalen Konferenz des BDEW beschlossen haben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - "Um die Erdgas-Versorgungssicherheit in Europa zu stärken, brauchen wir grenzüberschreitende Kooperationen entlang der Lieferwege nach und in Europa. Für den Ausbau dieser regionalen Kooperationen kann auf gewachsene und belastbare Beziehungen zwischen den europäischen Erdgasunternehmen zurückgegriffen werden. Auch in der Gasliefersituation Anfang des Jahres hat sich diese Strategie bewährt", fasste Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die ersten Gesprächsergebnisse zusammen.

Grenzüberschreitender Verbindungen ausbauen

"Es ist wichtig, die europäischen Erdgasmärkte besser miteinander zu vernetzen, zum Beispiel durch eine Verstärkung des Nord-Süd- und des West-Ost-Transportes und den Ausbau grenzüberschreitender Verbindungen", so Müller. Eine Kombination von langfristigen Lieferverträgen mit verschiedenen Erdgasproduzenten, liquiden europäischen Gashandelsplätzen sowie einer bedarfsgerechten und funktionsfähigen Infrastruktur seien wichtige Voraussetzungen zur Sicherung der Erdgas-Versorgung Europas.

Arbeitsgruppen sollen konkrete Vorschläge erarbeiten

Als Ergebnis der Berliner Konferenz werden Arbeitsgruppen eingesetzt, die Vorschläge zur weiteren Konkretisierung der unternehmerischen Zusammenarbeit auf regionaler Ebene erarbeiten sollen. An der Konferenz nahmen Vertreter der Erdgasbranche, Regierungsvertreter aus den Ländern Europas sowie aus wichtigen Erdgasproduzenten- und Transitländern sowie Vertreter der EU-Kommission teil.

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