Wirtschaftlichkeitsgebot

Gaskosten: Vermieter ist zu wirtschaftlichem Handeln verpflichtet

Fast 20 Millionen Haushalte in Deutschland heizen mit Gas. Von diesen kann nur etwa die Hälfte den Gasanbieter wechseln; andere wohnen in Mehrfamilienhäusern mit zentralem Zähler. Doch auch diese Verbraucher können bei steigenden Gaspreisen etwas tun - und: Der Vermieter hat gewisse Pflichten.

Gaspreise© Jaap2 / iStockphoto.com

Heidelberg/Linden (red) - Die Heizperiode beginnt, und viele Mieter fürchten die hohen Gaspreise. Denn in Mehrparteienhäusern gibt es oft nur einen einzigen Gaszähler und die Heizkosten werden anteilig auf die Mieter umgelegt. Die Gaskunden, auf die das zutrifft, können ihren Gasanbieter nicht selbst wechseln, sondern sind auf ihren Vermieter angewiesen. Hilfe im Falle zu hoher Gaspreise bekommen sie vom Gesetz, so der Hinweis des Verbraucherportals Verivox.

Vermieter muss versuchen, die Kosten niedrig zu halten

Der Vermieter ist aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebots nach § 560 BGB dazu angehalten, seine Mieter vor unverhältnismäßigen und überflüssigen Kosten zu bewahren, also die Betriebskosten so niedrig wie möglich zu halten. Ab einer zehnprozentigen Steigerung der Betriebskosten (im Vergleich zum Vorjahr) kann der Vermieter dazu verpflichtet werden, den Preisanstieg zu erklären, so Verivox.

Mieter können aber auf jeden Fall mit ihrem Vermieter reden, wenn sie meinen, zu hohe Gaspreise zu zahlen. Wenn man schon weiß, von welchem Versorger das Gas bezogen wird, kann man vorsorglich einen Gaspreisvergleich machen und den Vermieter so vielleicht mit harten Fakten vom Gasanbieterwechsel überzeugen.

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