Widerstand

GASAG-Sammelklage: Berliner Teilnehmer vollzählig

Ende Oktober will auch die Berliner Verbraucherzentrale eine Sammelklage gegen die Erhöhung der Gaspreise des Berliner Versorgers Gasag einreichen. Die entsprechende Teilnehmeranzahl sei jetzt erreicht, teilten die Verbraucherschützer aus der Hauptstadt jetzt mit.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Auch in Berlin formiert sich Widerstand gegen überhöhte Gaspreise. Wie die Verbraucherzentrale in der Hauptstadt mitteilte, sei die Resonanz auf die Aktion "Stopp den Gaspreis" überwältigend, die Nachfragen lägen bereits im vierstelligen Bereich. Daher hätten sich nun auch ausreichend Teilnehmer gefunden, um eine Gemeinschaftsklage gegen die Preiserhöhung des Berliner Versorgers GASAG anzustrengen. Die Klage soll Ende Oktober eingereicht werden.

Weitere Klagen seien zunächst nicht geplant, weshalb die Verbraucherzentrale derzeit keine Anfragen für eine Teilnahme an der Sammelklage mehr bearbeitet. Die Verbraucherschützer weisen jedoch daraufhin, dass sich die Kunden erst mit Erhalt der Jahresabrechnung über eine Zahlung oder Nichtzahlung der Preiserhöhung entscheiden müssten. Wer die erhöhten Abschlagszahlungen unter Vorbehalt zahlt, müsse die Einzugsermächtigung nicht ändern. Wer die Preiserhöhung ganz oder teilweise nicht zahlen will, könne die Einzugsermächtigung auf den entsprechenden Betrag begrenzen und dies schon jetzt gegenüber der GASAG ankündigen.

Nach Auffassung der Verbraucherzentrale ist es das gute Recht eines jeden Kunden, seine Einzugsermächtigung zumindest auf den jeweils geschuldeten Betrag zu begrenzen. Sie rät allen Kunden der Tarife GASAG-Aktiv, GASAG-Fix und GASAG-Profi, die die Preiserhöhung unter Vorbehalt zahlen wollen, die notwendige Einzugsermächtigung unter Aufrechterhaltung des Vorbehalts zu erteilen. Allen anderen Kunden, denen die GASAG mitteilt, ihre Einzugsermächtigung sei hinfällig, sollten auf alle Fälle die Beträge selbst überweisen oder einen entsprechenden Dauerauftrag erteilen.

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