CO2-Ausstoß senken

GASAG prüft Geothermie-Projekt in Berlin

Der Berliner Gasversorger GASAG hat ein neues Geothermie-Projekt für die Hauptstadt angekündigt. Bei mehreren Bau-Projekten in Berlin solle geprüft werden, inwieweit sie sich für eine Versorgung mit Erdwärme eignen, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/sm) - Bereits heute seien mehrere neu entwickelte Gaswärmepumpen im Einsatz, die durch verschiedene Tests zuvor erprobt wurden und die oberflächennahe Erdwärme im Einfamilien-Bereich nutzen. Die GASAG will 2009 die Weiterentwicklung dieser Pumpen weiter unterstützen.

Vor einem Jahr legte die GASAG mit der Berliner Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) als Schirmherrin das Programm "Berlin verpflichtet: Dezentrale Energieversorgung als Chance" vor. Die Förderung der Erdwärmeversorgung wurde in das Programm mit aufgenommen. Das Unternehmen will dadurch eigenen Angaben zufolge bis 2015 den jährlichen CO2-Ausstoß in Berlin um über eine Million Tonnen reduzieren. Insgesamt hätten die Maßnahmen des Programms im ersten Jahr CO2-Einsparungen von fast 100.000 Tonnen erbracht, teilte der Sprecher weiter mit.

Das Energieversorgungsprogramm der GASAG enthält nach Unternehmensangaben einen Maßnahmenkatalog für eine "nachhaltige, umweltschonende Energieversorgung für die Hauptstadtregion". Im Mittelpunkt standen im ersten Jahr unter anderem die Förderung innovativer Technologien sowie regenerativer Energien wie Solarthermie oder Biogas und die Modernisierung alter Heizungsanlagen.

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