Baustein für Energiestandort

Gas-Pipeline durch die Ostsee nach Lubmin geplant

Der Unterwasserabschnitt soll dabei über 1200 Kilometer von Wyborg am Finnischen Meerbusen bis nach Lubmin laufen und ist laut Minister Ebnet mit einem Volumen von sechs Milliarden Dollar eines der ambitioniertesten deutsch-russischen Projekte. Die sibirischen Erdgasvorkommen sollen mit Westeuropa verbunden werden.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (red) - Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern kann sich in den nächsten Jahren zum Knotenpunkt der europäischen Erdgasversorgung entwickeln. "Die geplante Zusammenarbeit des russischen Gasversorgungsunternehmens OAO Gazprom mit dem größten deutschen Energieversorgungsunternehmen E.ON AG bringt das Projekt Ostsee-Gaspipeline voran", erläuterte Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet am Dienstag in Schwerin.

Zudem soll in Lubmin ein effizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerk entstehen. "Experten gehen davon aus, dass die neue Leitung in der Ostsee in vier Jahren realisiert werden kann", sagte Ebnet. Der Unterwasserabschnitt soll dabei über 1200 Kilometer von Wyborg am Finnischen Meerbusen bis nach Lubmin laufen. In Lubmin wird bereits eine 25 Hektar große Gewerbefläche für den Bau einer Druckerhöhungsanlage und für eine Inspektionsstation vorgehalten.

Der Bau der Erdgasleitung sei eines der ambitioniertesten deutsch-russischen Projekte, so Ebnet weiter. Die Investitionen werden auf knapp sechs Milliarden Dollar geschätzt. Die "North European Pipeline" soll die Erdgasvorkommen in Westsibirien mit den Märkten in Westeuropa verbinden. Im Juni wurde zudem der Planfeststellungsbeschluss für die Gashochdruckleitung Börnicke-Lubmin rechtskräftig. Vom Knotenpunkt nördlich Berlins soll Lubmin über eine Trasse von 210 Kilometer Länge an das europäische Versorgungsnetz angebunden werden.

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