Ankündigung

Gabriel regt deutsche Netzgesellschaft für den Strommarkt an

Eine Modernisierung der Stromversorgung sei zwingend, sagte der Bundesumweltminister auf dem Kongress "Energiestandort Deutschland 1998 – 2008" in Berlin. Um den Umbau des Marktes stemmen zu können, regte Sigmar Gabriel eine bundesweite Netz AG an.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Um die konventionelle Stromversorgung und die aus erneuerbaren Energien in ein leistungsfähiges Gesamtsystem zu integrieren, seien verschiedenste Anstrengungen vonnöten, sagte Gabriel am Donnerstag in Berlin. Der Minster erwähnte unter anderem eine Erneuerung des Kraftwerksparks, einen massiven Netzausbau, den Einsatz neuer Technologien wie etwa der Gleichstromtechnik und ein neues Lastmanagement, das mit intelligenten Zählern die Stromverbraucher mit einbezieht.

Um alle diese Vorhaben stemmen zu können, brauche das Land eine "deutsche Netzgesellschaft, die alle diese Maßnahmen auf den Weg bringt". Nach den Ankündigungen von E.ON und Vattenfall sei es "höchste Zeit", so der Minister, dass Bundesregierung und Energieversorger gemeinsam eine Konzeption ausarbeiten, wie eine solche Netzgesellschaft aussehen kann. Anvisiert wird laut Gabriel ein Ergebnis noch in dieser Legislaturperiode.

Eine solche Netz AG brauche Gabriel zufolge eine klare unternehmerische Führung, die dafür sorgt, dass zügig in die Modernisierung des Stromnetzes investiert wird. Dem steigenden Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung entsprechend, sollte auch diese Branche in der Netzgesellschaft vertreten sein. Vor allem aber sollte eine Netzgesellschaft dafür sorgen, dass Strom fließt und alle Arten der Stromerzeugung zu gleichen und fairen Bedingungen an das Netz angeschlossen werden.

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