Keine Gefahr

Gabriel: Keine Einwände gegen Wiederanfahren des AKW Emsland

Das Bundesumweltministerium hat keine Einwände gegen das Wiederanfahren des Atomkraftwerks Emsland in Lingen. Es bestehe keine Gefahr im atomrechtlichen Sinne, teilte das Ministerium am Samstag mit.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-nrd/red) - Die Anlage sei "in einem nachvollziehbaren Verfahren" von Sachverständigen und Beamten der Aufsichtsbehörde überprüft worden und die Behörde habe daraufhin die erforderlichen Konsequenzen nach den Vorgaben des neuesten kerntechnischen Regelwerkes gezogen. Daher habe das Umweltministerium der Zustimmung der Landesbehörde zum Wiederanfahren nicht widersprochen.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) begrüßte, dass das Land Niedersachsen seiner Bitte gefolgt sei, die Umstände der Reaktorschnellabschaltung des Atomkraftwerks Emsland restlos aufzuklären, bevor der Reaktor wieder ans Netz gehen könne. Die Anlage wird voraussichtlich am Wochenende den Testbetrieb aufnehmen. Sollte der Versuch erfolgreich verlaufen, soll die Anlage wieder Strom ins Netz einspeisen.

Der Meiler in Lingen war am 24. Juli wegen eines Trafoschadens vom Netz gegangen. Der Bund hatte die niedersächsische Atomaufsicht daraufhin aufgefordert, vom Betreiber RWE umfangreiche Analysen zu den Ursachen für den technischen Defekt anzufordern und diese anschließend durch eigene Sachverständige prüfen zu lassen.

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