Billigentsorgung vom Atommüll

Gabriel fordert Sanierungsgeld von der Atomindustrie

Der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) fordert die Beteiligung der Atomindustrie bei der Sanierung des mängelaufweisenden Atommülllagers Asse. Als notwendige Form der Beteiligung sieht Gabriel eine Brennstoffsteuer oder eine Abgabe die die Energiekonzerne zahlen müssten.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Salzgitter (red) – Eine Beteiligung der Atomindustrie bei der Sanierung der Atommülllagers Asse müsse nach der Bundestagswahl durchgesetzt werden, so der Bundesumweltminister. Desweiteren sei er davon überzeugt, dass auch die Union nach der Wahl eine Beteiligung der Atomindustrie für notwendig halten werde. Auch die Haushaltspolitiker der Union würden nicht mit Steuergeldern die Atommüll-Billigentsorgung der Atomwirtschaft bezahlen wollen, ist sich Gabriel sicher.

Zurzeit werden mehrere Varianten zur Schließung des Atommülllagers Asse geprüft werden, Ende des Jahres soll eine Entscheidung fest stehen. Um die Vorfälle in Asse kümmert sich nun ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss in Niedersachsen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitung

    Umweltschützer laufen Sturm gegen neue Atomanlage

    Die Pläne zum Bau einer weiteren atomaren Anlage zur Behandlung von Atommüll in Gorleben sind auf massiven Protest von Oppositionsparteien und Umweltschützern gestoßen. Gleichzeitig wurden Befürchtungen laut, in die neue Fabrik könnten auch von außerhalb radioaktive Abfälle zur Konditionierung gebracht werden.

  • Hochspannungsmasten

    Wieder Streit um Asse-Untersuchungsausschuss

    Die Forderung des niedersächsischen CDU-Abgeordneten Dirk Toepffer nach vorzeitiger Beendigung des Asse-Ausschusses ist auf scharfen Widerspruch bei Oppositionsparteien gestoßen. SPD und Linke kritisierten am Donnerstag diesen Vorstoß.

  • Stromnetz Ausbau

    Parteipolitische Schlammschlacht um die Asse geht weiter

    Die Debatte um die jüngst bekannt gewordene Liste mit Betriebspannen beim Einlagern des Atommülls dürfte nicht der letzte Vorfall gewesen sein, der eine hitzige Debatte zur Folge hatte. Kommende Woche wird voraussichtlich ein Untersuchungsausschuss eingesetzt.

  • Stromnetz Ausbau

    Bürgerinitiativen warnen vor Flutung des Atommülllagers Asse

    Nach den Gift-Funden im Atommülllager Asse haben Bürgerinitiativen ihre Warnung vor einer möglichen Flutung des Bergwerks bekräftigt. Das vom früheren Betreiber Helmholtz Zentrum favorisierte Flutungskonzept zur Schließung des Lagers sei nun "noch unhaltbarer" geworden.

  • Energieversorung

    Sander: Gabriel hintertreibt Asse-Lösung

    Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) wirft Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vor, eine mögliche Lösung für das marode Atomlager Asse durch immer neue Gutachten zu hintertreiben. Gabriel polarisiere die Versäumnisse und verunsichere so die Bevölkerung.

Top