Atommüll

Gabriel: Alle Varianten für Asse-Stilllegung werden geprüft

Die Bergung nur der mittelradioaktiven Abfälle ist als Option für die Schließung des Atomülllagers Asse offenbar vom Tisch. "Das ist nicht mehr Gegenstand der weiteren Untersuchungen", sagte Bundesumweltminister Gabriel heute in Remlingen. Für die Langzeitsicherheit des Bergwerks stelle der mittelradioaktive Müll "das geringere Problem dar".

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Remlingen (ddp-nrd/sm) - Alle anderen Varianten für eine Stilllegung der Asse würden weiter verfolgt, sagte Gabriel. Dazu zähle die Rückholung aller oder nur der schwach radioaktiven Abfälle ebenso wie ihre Umlagerung innerhalb des Bergwerks. Auch die Verfüllung der unterirdischen Anlagen mit Feststoffen oder die vom früheren Betreiber Helmholtz Zentrum geplante Flutung gelten Gabriel zufolge weiterhin als Optionen.

Grundlage für eine Entscheidung sollten mehrere Gutachten liefern, sagte Gabriel. Diese Expertisen müssten dabei nicht unbedingt bis zum Sommer vorliegen. Er erwarte aber, dass das Bundesamt für Strahlenschutz als Betreiber bis zum Jahresende 2009 ein Konzept für die Schließung vorlege, sagte Gabriel. Er betonte: "In jedem Fall gilt Gründlichkeit vor Schnelligkeit".

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