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Für 412 Millionen Euro: Vattenfall Europe nimmt letztes Hindernis

Vattenfall Europe hat der Bundesregierung ihre Ansprüche aus den Privatisierungsverträgen von VEAG und LAUBAG für 412 Millionen Euro abgekauft und gleichzeitig zugesagt, die Braunkohlekraftwerke bis 2011 auszulasten.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

HEW, VEAG und LAUBAG haben sich mit der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) auf eine vorzeitige Abgeltung aller bestehenden Ansprüche des Bundes aus den Privatisierungsverträgen zu VEAG und LAUBAG geeinigt. Mit 412 Millionen Euro kauft sich der neue Vattenfall Europe-Konzern somit von den Altansprüchen der Bundesregierung frei.

Neben dem finanziellen Abgeltungsbetrag sieht die Vereinbarung Garantien zur Stärkung des Industriestandortes Ostdeutschland vor. Die künftige Vattenfall Europe hat sich verpflichtet, bis 2005 über die bundesweite Basiszahl hinaus 500 Ausbildungsverhältnisse zu schaffen. Außerdem wird die Garantie zur jährlichen Produktion von mindestens 50 Terawattstunden Braunkohlestrom um drei Jahre bis zum 31.12.2011 verlängert. "Die Vereinbarung ist ein weiterer bedeutender Meilenstein für die Vattenfall Europe-Gruppe. Wir haben eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden, die uns beim Aufbau des neuen Unternehmens größere unternehmerische Handlungsfreiheit ermöglicht. Zugleich aber unterstreichen wir die besondere soziale Verantwortung, die VEAG und LAUBAG als Arbeitgeber in Ostdeutschland tragen", sagte Lars G. Josefsson, Präsident und CEO der Vattenfall AB, heute in Berlin.

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