Ökostrom der Stadtwerke

Fünf Jahre Ökostrom: energreen feiert Geburtstag

Vor fünf Jahren wurde energreen gegründet, heute arbeiten bundesweit bereits 78 Stadtwerke mit dem Angebot und bieten den Kunden regenerativen Strom. Dabei können diese entscheiden, ob sie zu 100 Prozent oder nur teilweise Ökostrom beziehen wollen. Pro Kilowattstunde werden 3,2 Cent in neue Anlagen investiert.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Köln (red) - energreen, die Ökostrommarke der Stadtwerke, feiert ihren fünften Geburtstag. Am 1. Oktober 1999 nahmen 15 Mitgliedsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) mit energreen eine der bundesweit ersten Ökostrommarken in ihre Produktpalette auf. Energreen wird von der ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG vermarktet.

Verbraucher, die regenerativen Strom nutzen möchten, können diesen von energreen über die Stadtwerke beziehen. Vera Litzka, Geschäftsführerin der ASEW betont: "Besonders wichtig ist uns dabei, dass zu 100 Prozent in erneuerbare Energien vor Ort investiert wird. Dies kommt auch der lokalen Wirtschaftsförderung zugute."

Während der vergangenen fünf Jahre habe sich energreen zum Marktführer bei den Stadtwerken entwickelt. Inzwischen setzen bundesweit 78 Stadtwerke das Angebot lokal ein. Bislang wurden mit energreen-Mitteln 374 Photovoltaik-, Windkraft-, Wasserkraft- und Biomasseanlagen errichtet. Die mit diesen Anlagen produzierte Strommenge reicht aus, um 2220 Haushalte mit Strom zu versorgen. Mit jeder Kilowattstunde Ökostrom, die Kunden beziehen, investieren die Stadtwerke 3,2 Cent in neue Anlagen. Die energreen-Kunden zahlen den energreen-Förderbeitrag zusätzlich zu ihrem örtlichen Kilowattstundenpreis. Dabei kann der Kunde wählen, ob er seinen gesamten Stromverbrauch über energreen decken möchte oder lieber nur einen Anteil von 75, 50 oder 25 Prozent bestellt.

Energreen wurde mit dem "Prädikat Gold" des Vereins "Grüner Strom Label" ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten nur Ökostromanbieter mit besonders strengen Qualitätsanforderungen, so das Unternehmen selbst.

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