Geburtstag

Fünf Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz

Heute vor fünf Jahren trat in Deutschland des Gesetz zur Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien in Kraft. In den Augen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie wird seitdem Erfolgsgeschichte geschrieben, denn das Gesetz habe geschafft, "worum uns andere Länder beneiden".

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird heute fünf Jahre alt. Innerhalb dieser Zeit konnte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland verdoppelt werden. "Damit ist das EEG das erfolgreichste Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit", kommentierte Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Die Kosten für den sauberen Strom wurden dabei Jahr für Jahr gesenkt - für die Windkraft in diesen fünf Jahren um fünfzehn Prozent.

"Das Gesetz hat geschafft, wofür uns andere Länder beneiden. Ausbau und Kostensenkung gehen in Deutschland Hand in Hand. Währenddessen müssen Länder wie Großbritannien und Italien feststellen, dass ihre Instrumente zu deutlich geringerem Ausbau bei höheren Kosten führen. Deswegen übernehmen immer mehr Staaten wie zuletzt Tschechien, China und Frankreich das deutsche EEG", führte Lackmann aus.

In diesem Jahr würden durch das EEG 35 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart, so Lackmann weiter. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werde in diesem Jahr bei über 60 Milliarden Kilowattstunden liegen. Über 40 Milliarden Kilowattstunden davon lieferten Erzeugungsanlagen, die unter das EEG fallen.

Ähnliche Erfolge erhofft sich die Branche nun auch in den Bereichen Wärme und Kraftstoffproduktion aus erneuerbaren Energien. Lackmann: "Angesichts steigender Ölpreise und Unsicherheiten muss Deutschland importiertes Erdöl und Erdgas durch erneuerbare Energien ersetzen. Hier brauchen wir einen gesetzlichen Rahmen, der die nötigen Impulse setzt."

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