Günstig tanken

Fünf Benzinpreis-Apps im Test

Die Zeitschrift connect hat fünf Benzinpreis-Apps getestet. Alle tun, was sie sollen, aber was Bedienung, Oberfläche und Zusatzfunktionen angeht, gibt es Unterschiede. Auch der preis für die werbefreien Versionen differiert.

Sprit-Preise© Luftbildfotograf / Fotolia.com

Haar bei München (red) - connect hat in seiner neuesten Ausgabe 2/2014 die beliebtesten Benzinpreis-Apps getestet. Denn durch den Beschluss der letzten Bundesregierung, die Benzinpreise über das Kartellamt transparent zu machen, können diese nun aktuelle Daten liefern. So kann man mit dem Smartphone unterwegs die Preise abrufen und sich direkt zur günstigsten Tankstelle im Umkreis navigieren lassen.

Der Unterschied liegt im Detail

Der Test von connect zeigt, dass es mittlerweile viele Spritpreis-Apps gibt, die solide Angaben liefern und darüber hinaus auch nützliche Zusatzfunktionen bieten. Dennoch unterscheiden sich die getesteten Apps hinsichtlich Aktualität, Anzeige und User-Einbindung. So können dann favorisierte Tankstellen wie Preisdaten von Stationen, die keine Meldepflicht haben (verkaufter Sprit unter 750.000 Liter pro Jahr), manuell gepflegt werden. Auch die richtige Navigation und die Öffnungszeiten können gerade in spärlich versorgten Gegenden durchaus entscheidend sein.

Alle getesteten Apps sind für Apple/iOS sowie Android erhältlich, manche auch für Windows Phones. In einer Grundversion stehen sie kostenlos als Download zur Verfügung, dann muss man aber mit der unvermeidlichen Werbung leben. Reklamefrei kosten sie zwischen 0,89 Euro und happigen 5,49 Euro.

Die getesteten Apps

Testsieger bei connect wurde mit sehr guten 88 Punkten die TankenApp der Deutschen Telekom. Mit aufwendiger Gestaltung, einem Echtzeitabgleich sowie Preisalarm ist sie für Autofahrer eine echte Hilfe im automobilen Alltag. Eine gute Alternative mit 84 Punkten stellt die App Mehr-Tanken von webfactor dar. Die Oberfläche ist schlichter, aber auch hier findet man den direkten Zugriff auf die Daten des Kartellamtes. Bei den Versionen für Android (76 Punkte, gut) und Windows (73 Punkte, befriedigend) muss man aber Abstriche und damit weniger Punkte in Kauf nehmen.

Die App des Webportals Clever-tanken.de konzentriert sich auf das Nötigste, verbindet aber seine aktuellen Daten auch mit Nutzerinformationen. Ein mit bis zu 77 Punkten (gut) ein ebenfalls überzeugendes Ergebnis, zumal alle drei Versionen kostenfrei sind. Weniger freie Fahrt für freie Bürger ermöglicht die App des ADAC. Der zweitgrößte Automobilclub der Welt setzt bei seiner Anwendung mehr auf Staumeldungen und Pannenhilfe. Damit letztere nicht durch Benzinmangel verursacht wird, sind alle Tankstellen im Umkreis auf einer Karte übersichtlich angezeigt. Da die App in Sachen Benzinpreisvergleich schwächelt, stehen nur befriedigende 71 Punkte auf der Tankuhr. Auf Reserve fährt im Test mit 68 Punkten die App Benzinpreise von 7green. Die App enthält nur die wichtigsten Informationen und kostet in ihrer werbefreien Version zudem stolze 5,49 Euro.

Fazit

Alle getesteten Anwendungen führen zum preiswerteren Zapfhahn, der Testsieger TankenApp der Deutschen Telekom besonders einfach und aktuell. Gut ist, dass inzwischen für fast alle Anwendungen Versionen für iOS, Android und Windows zur Verfügung stehen. So können alle Smartphone-Nutzer vom billigeren Sprit profitieren.

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