FTD: Stromkonzerne wollen auf schmutzigen Strom verzichten

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) wollen sich die deutschen Strombosse am Mittwoch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) treffen, um ihm den Verzicht auf den Import von sogenanntem "schmutzigen Strom" (Strom aus osteuropäischen Kernkraftwerken) anzubieten.


Der Zeitung liegt ein Schreiben vor, in dem die Vorstandschefs von RWE, E.ON und Ruhrgas um ein Gespräch zu aktuellen energiepolitischen Fragen bitten. Wie die Zeitung weiter berichtet, erwarten die Strom-Manager im Gegenzug von Schröder eine Verschiebung oder Aufhebung der umstrittenen Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung. Mit Hilfe dieses Programms soll sich bis 2010 die Stromerzeugung aus Anlagen mit der umweltfreundlichen gleichzeitigen Produktion von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) verdoppeln. Dadurch können etwa 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid gespart werden. Das KWK-Projekt, so die Energiemanager an den Kanzler, "gefährdet wettbewerbsfähige Erzeugungskapazität und damit zahlreiche Arbeitsplätze, insbesondere in der Stein- und Braunkohlenwirtschaft", zitiert die Financial Times Deutschland.

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