Schädigung

FTD: Stadtwerke Hannover schädigen Ampere, wenn sie Rücknahme der Klage gegen die E.ON/Ruhrgas-Fusion verlangen

Jetzt hat sich das Landgericht Berlin in den Streit zwischen dem Berliner Energiehändler Ampere und seinem Mehrheitsaktionär Stadtwerke Hannover eingeschaltet. Wie die Financial Times Deutschland heute schreibt, seien die Stadtwerke bereit, eine Existenzgefährdung Amperes durch eine Fusion von E.ON und Ruhrgas hinzunehmen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach Informationen der Financial Times Deutschland dürfen die Stadtwerke Hannover dem Berliner Energiehändler Ampere nicht die Rücknahme der Klage gegen die E.ON/Ruhrgas-Fusion vorschreiben und auch nicht den Vorstand entlassen. Dies hätte das Landgericht Berlin am Montag entschieden und damit eine Klage der Stadtwerke Hannover abgewiesen, da "eine Schädigung des Unternehmens" Ampere zu erwarten sei.

Die Stadtwerke Hannover AG ist Mehrheitsaktionär des Berliner Stromhändlers, gleichzeitig halten E.ON und Ruhrgas Minderheitsbeteiligungen von je zwölf Prozent an den Stadtwerken Hannover. Weil Ampere die anberaumte Hauptversammlung kurzfristig platzen ließ, wollten die Stadtwerke gerichtlich erreichen, selbst eine derartige Versammlung einberufen zu können. Wie sich jetzt herausstellt, hatten die Stadtwerke Hannover verlangt, ein Misstrauensvotum gegen die Ampere-Vorstände und die Abberufung eines Aufsichtsratsmitglieds auf die Tagesordnung setzen zu lassen. Wie die Financial Times Deutschland weiter schreibt, hätte sich ergeben, dass die Stadtwerke bereit seien, eine Existenzgefährdung von Ampere hinzunehmen, um auf das E.ON/Ruhrgas-Verfahren einzuwirken.

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