Atomenergie

Frankreichs EPR-Verkauf an Emirate in Schwierigkeiten

Frankreichs Pläne, zwei Europäische Druckwasserreaktoren (EPR) an die Vereinigten Arabischen Emirate zu verkaufen, stoßen offenbar auf Schwierigkeiten. Die Emirate hätten den geforderten Preis als zu hoch abgelehnt, berichtete die Pariser Wirtschaftszeitung "La Tribune" am Mittwoch.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris (afp/red) - Vertreter des französischen Konsortiums um die Energiekonzerne Areva, GDF Suez, EDF und Total hätten deshalb mit dem Pariser Präsidialamt am Dienstag über eine Preissenkung für den Auftrag beraten, der auf 41 Milliarden Dollar (27,4 Milliarden Euro) geschätzt werde.

Das Konsortium habe den Preis vor einigen Tagen bereits um zehn Prozent gesenkt, hieß es in dem Bericht. Doch dies reiche den Emiraten nicht aus. Probleme bereitet den Franzosen laut der Zeitung die Dollar-Schwäche, die ihr Angebot gegenüber Konkurrenten weniger attraktiv mache. Um den Auftrag bewerben sich auch ein Konsortium aus der japanischen Hitachi-Gruppe und dem US-Konzern General Electric sowie eine Gruppe von Firmen aus Südkorea um Kepco und Hyundai.

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