Frankreich wieder "unter Strom" - Schäden für EdF betragen fünf Milliarden Mark - "Expansion nicht gefährdet"

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Nach den verheerenden Sturmschäden ist es der Electricite de France (EdF) übers Wochenende gelungen, alle vom Stromausfall betroffenen Haushalte wieder an das Stromnetz anzuschließen - oftmals zwar nur provisorisch, doch sollen diese entsprechenden "Übergangslösungen" bis Ende Februar der Vergangenheit angehören. Laut EdF waren zeitweise bis zu 3,4 Millionen Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. EdF-Chef Francois Roussely geht davon aus, dass es noch mehrere Jahre dauern wird, ehe alle Schäden aufgearbeitet sind.


Die EdF will künftig mehr Leitungen unter der Erde verlegen, um derlei Sturmschäden vorzubeugen. Allein für die Sturmschäden, die beim staatlichen Monopolversorger nicht versichert sind, muss die EdF fünf Milliarden Mark aufbringen - eine gigantische Summe, die allerdings die "europäische Dimension unseres Wachstums nicht in Frage stellt", wie Roussely betonte. Und also bleibt es dabei: Die EdF will nach wie vor den neunprozentigen Anteil der Stadt Stuttgart an der EnBW übernehmen und überdies bestehende Beteiligungen im europäischen Ausland ausbauen - trotz einer Gesamtverschuldung von 33 Milliarden Mark.


In dieser Woche übrigens berät das französische Parlament über die Öffnung des eigenen Marktes für ausländische Energieversorger. Beobachter gehen davon aus, dass der Markt lediglich für Großkunden geöffnet wird und es beim de-facto-Monopol der EdF bleibt - der französische Privatkunde wird von der Liberalisierung wohl nicht profitieren.

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