Inflation

Frankreich plant Kostenbremse für Strom und Gas

Die französische Regierung will mehreren Unternehmen vorschreiben, dass sie ihre Preise nur begrenzt erhöhen dürfen. Die Tarife für Strom, Gas und Bahnfahrten dürften künftig nicht mehr stärker steigen als die durchschnittlichen Verbraucherpreise, kündigte die Regierung am Montag an.

Stromleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris (afp/red) - Die Inflationsrate liegt derzeit bei rund zwei Prozent. Premierminister Jean-Marc Ayrault hatte in der vergangenen Wochen Maßnahmen gegen zu starke Preiserhöhungen angekündigt.

Höchstgrenze für Preiserhöhungen könnte bald in Kraft treten

Vorgesehen ist demnach, dass die Staatsbahn SNCF die neue Regel ab August einhalten muss, betroffen sind die Fahrkarten für alle Strecken außer den Hochgeschwindigkeitszügen TGV. Die Verordnung zu Strom- und Gaspreisen, von der die Energieriesen EDF und GDF Suez betroffen sind, könnte demnach schon ab etwa 20. Juli gelten. GDF Suez streitet seit Wochen mit der Regierung über Gaspreiserhöhungen. Der Konzern will nach Angaben aus informierten Kreisen seine Tarife noch im Juli um vier Prozent erhöhen.

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