Kapital erhöhen

Frankreich bereitet sich auf Abgabe von Areva-Anteilen vor

Damit beim französischen Atomkonzern Areva Geld in die klammen Kassen kommt, wird der Staat als größter Anteilseigner einen Teil abgeben. "Wir bereiten uns auf eine Kapitalerhöhung vor", hieß es am Freitag in Kreisen, die mit den Plänen vertraut sind.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris (afp/red) - Die "großen Modalitäten" zur Finanzierung des Konzerns stünden fest. Die "Financial Times" berichtete, der Staat werde seinen 90-prozentigen Anteil auf bis zu 75 Prozent herunterschrauben, damit strategisch interessante Partner aus Asien und dem Mittleren Osten in das Unternehmen einsteigen könnten.

Areva und Pariser Regierung suchen seit Monaten nach einer Lösung, um die acht bis zehn Milliarden Euro zusammenzubekommen, die das Atomunternehmen in den kommenden drei Jahren braucht. Dazu kommen rund zwei Milliarden Euro, die für den Rückkauf des Siemens-Anteils an der Areva-Tochter NP fällig werden.

Einsteigen könnte unter anderen der japanische Konzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI), der unter anderem Turbinen für Kraftwerke fertigt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom sparen

    Fessenheim kann weiterbetrieben werden

    Mit milliardenschweren Maßnahmen müssen die französischen Atomanlagen nach dem Unglück von Fukushima für Katastrophenfälle nachgerüstet werden. Die staatliche Atomaufsicht ASN setzte den Betreibern am Dienstag eine Frist bis zum 30. Juni, um Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit vorzulegen. Für Fessenheim gab es grünes Licht.

  • Strompreise

    Stromriese und Atomkonzern vor Partnerschaft

    Der französische Stromriese EDF und der Atomkonzern Areva sollen nach dem Willen der Pariser Regierung künftig enger zusammenarbeiten. Die beiden Konzerne, die sich seit Monaten in den Haaren liegen, müssten sich "unbedingt verstehen", forderte Wirtschaftsministerin Christine Lagarde am Mittwoch in Paris.

  • Strom sparen

    E.ON verhandelt weiter über Beteiligung an AKW in Frankreich

    E.ON verhandelt offenbar weiterhin über eine Beteiligung am Bau eines neuen Atommeilers in Nordfrankreich. Der französische Stromriese EDF teilte am Montag mit, er prüfe zusammen mit E.ON die "mögliche Beteiligung an einem Entwicklungsvorhaben" im Bereich der Kernkraft.

  • Stromtarife

    Frankreich baut riesige Uran-Anreicherungsanlage

    Mitten im idyllischen Rhône-Tal liegt das Herzstück von Frankreichs Atomindustrie. So groß wie 900 Fußballfelder ist die Atomfabrik von Tricastin, die vergangenes Jahr durch eine Serie von Störfällen in die Schlagzeilen geriet. Dort errichtet der Staatskonzern Areva nun die größte Uran-Anreicherungslage der westlichen Welt.

  • Hochspannungsleitung

    Total will sich an neuem EPR in Frankreich beteiligen

    Total will sich mit mindestens zehn Prozent am Bau des zweiten Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) in Frankreich beteiligen. Total wolle nicht nur Finanzpartner sein, sondern strebe eine "bedeutende Beteiligung in zweistelliger Höhe" an, sagte Konzernchef Christophe de Margerie der Wirtschaftszeitung "Les Echos" vom Montag.

Top