Prost!

Fortum setzt Wodka-Fabrik unter Dampf

Der Wodka "Finlandia" und der Klare "Koskenkorva Viina" werden künftig mit Dampf des finnischen Energiekonzerns Fortum hergestellt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Der finnische Energiekonzern Fortum über übernimmt den Energiebereich der Firma Primalco Ltd., in deren Werk Rajamäki der Wodka "Finlandia" und der Klare "Koskenkorva Viina" hergestellt wird. Die Produktionskapazität der Anlage beträgt 100 Millionen Flaschen im Jahr. Fortum wird künftig die vom Werk benötigte Energie in Form von Dampf liefern. Dazu wird der Energiekonzern für einen Übergangszeitraum die bereits vorhandene Dampferzeugungsanlage weiternutzen und eine neue Dampferzeugungsanlage für das Werk bauen. Das bisher zur Firma Primalco gehörende Kraftwerkspersonal wird in Zukunft bei Fortum Lämpö Oy angestellt sein.

Die neue Dampferzeugungsanlage soll mit einem Gesamtausstoß von 27 Megawatt bereits am 1. Oktober 2002 in Betrieb genommen werden. Anstelle des früher verwendeten Brennstoffs Kohle soll die neue Anlage mit Biobrennstoffen betrieben werden, hauptsächlich sind Holzspäne vorgesehen. Als Zusatzbrennstoff für Spitzenbelastungen wird schweres Heizöl dienen. Durch dieses Verfahren wird die Umweltbelastung im Vergleich zur derzeitigen Situation deutlich verringert. Neben Heizkraft bietet Fortum Lämpä Oy künftig für einen der größten Lebensmittelproduzenten Finnlands auch Kühlenergie. Diese wird von der Firma Ruoka-Saarioinen Oy für Tiefkühlungseinrichtungen in Lebensmittelfabriken benötigt. "Die Erweiterung der Zusammenarbeit auf dem Energiesektor mit Ruoka-Saarioinen Oy, die auch die Lieferung von Wärmeenergie und Kühlenergie umfassen wird, ist eine natürliche Ergänzung unserer Energiedienstleistungen für die finnische Industrie", sagt Seppo Vesapuisto, Geschäftsführer von Fortum Lämpö.

Fortum Lämpö gehört zum Fortum-Konzern und erzeugt, verkauft und vermarktet Fernwärme, Prozessdampf, Strom und wärmeverbundene Energiedienste an Firmen und Gemeinden, aber auch an Endverbraucher im Fernwärmebereich in Finnland, Schweden und den baltischen Ländern.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromnetz Ausbau

    Kesselhaus des E.ON-Kraftwerks in Gelsenkirchen gesprengt

    Auf dem Gelände des E.ON-Steinkohlekraftwerks in Gelsenkirchen-Scholven neigt sich der Rückbau der Blöcke G und H dem Ende zu. Am Sonntag wurde das Kesselhaus von Block G gesprengt, wie das Unternehmen mitteilte.

  • Hochspannungsleitung

    E.ON nimmt KWK-Anlage in Schweden in Betrieb

    E.ON hat am Montag im schwedischen Malmö ein hochmodernes Gaskraftwerk in Betrieb genommen. Das Kraftwerk Öresundsverket, das sowohl Strom als auch Wärme für die Fernwärmeversorgung der Stadt Malmö erzeugt, gehört mit einen Wirkungsgrad von 58 Prozent zu den effizientesten Anlagen in Europa, so der Energiekonzern.

  • Stromnetz Ausbau

    NEVAG errichtet Biomassekraftwerk in Sachsen-Anhalt

    13 000 Haushalte sollen mit dem Strom versorgt werden, den das neue NEVAG-Holzheizkraftwerk in Helbra bei Eisleben ab Mitte nächsten Jahres erzeugen wird. Jährlich können 50 000 Tonnen Alt- und Gebrauchtholz verfeuert werden.

  • Energieversorung

    Fortum steigert Betriebsergebnis

    Der finnische Stromkonzern konnte im ersten Halbjahr 2001 ein starkes Wachstum in den Bereichen Strom, Wärme, Gas und Öl verzeichnen. Allein in Deutschland wurden 2,1 Milliarden Kilowattstunden Strom abgesetzt.

  • Hochspannungsleitung

    Bündnis 90/Die Grünen: KWK - Energieeffizienz und Klimaschutz

    Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zeigt sich begeistert von ihren Vorstößen und Erfolgen beim Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Ein aktueller Hintergrundbericht gibt Auskunft über den Stand der Dinge.

Top