Fortum klärt Netznutzung mit WEMAG

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Einen deutlichen Punkt im Hinblick auf die Öffnung des deutschen Strommarktes kann jetzt die Fortum Energie GmbH für sich verbuchen: Nach intensiven Verhandlungen hat das Tochterunternehmen des größten Finnischen Energiekonzerns nun eine Einigung zur Stromdurchleitung im WEMAG-Netzgebiet erzielt. Erstmalig kann Fortum damit in der Region Westliches Mecklenburg-Vorpommern Strom direkt an die Endkunden liefern.


"Mit dieser Vereinbarung schaffen wir endlich die notwendige Transparenz für den Verbraucher", erklärt Bernd Kluth, Fortum-Regionalleiter Vertrieb. "Der Kunde kann jetzt wesentlich unproblematischer zum günstigen Fortum-Strom wechseln." Offensichtlich, so Kluth, sei sich der regionale Netzbetreiber aus Schwerin seiner neuen Rolle im liberalisierten Strommarkt schon weitgehend bewusst. Entsprechend konstruktiv seien die Verhandlungen mit WEMAG verlaufen. Ein Abschluss wurde schon nach relativ kurzer Verhandlungszeit erreicht.


Bereits seit dem 1. Januar 2000 unterhält Fortum einen Stromliefervertrag mit den Stadtwerken Hagenow. Hier wird nun auch physisch der Strom fließen. Und über die Vertriebspartnerschaft mit den Stadtwerken Ludwigslust-Grabow sollen in den nächsten Monaten noch zahlreiche ostdeutsche Kunden von den Fortum-Stromleistungen überzeugt werden. "Die Klärung mit der WEMAG ist für uns ein weiterer Erfolg", so Fortum-Justitiar Michael Grau. "Wir sind an verschiedenen ostdeutschen Standorten über unsere Stadtwerke-Partnerschaft immer wieder mit alten Gebietsmauern konfrontiert, die oft zu Lasten der Verbraucher heftig verteidigt werden." Erst im März musste sich die in Hamburg ansässigen Fortum Energie GmbH gemeinsam mit den Stadtwerken Werdau gegen Regionalversorger envia juristisch zur Wehr setzen, der sich vor allem mit massiven Kundendrohungen gegen jeden Wettbewerb gesperrt hatte.

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