Fortum-Gruppe steigert Umsatz um 34 Prozent - Wesertal sorgt für Steigerungen bei Stromumsatz

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Der finnische Energiekonzern Fortum Oyj mit Hauptsitz in Espoo bei Helsinki hat einen positiven Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2000 vorgelegt. Demnach ist der Umsatz der Fortum-Gruppe um 34 Prozent auf 11,026 Milliarden Euro gestiegen. Der Betriebsgewinn erhöhte sich um 29 Prozent auf 906 Millionen Euro. Der vergleichbare Betriebsgewinn stieg sogar um 52 Prozent. Im vergangenen Jahr beschäftigte die Fortum-Gruppe durchschnittlich 16.220 Mitarbeiter. Der Vorstand wird bei der für den 4. April geplanten Jahreshauptversammlung vorschlagen, dass Fortum für das Jahr 2000 eine Dividende in Höhe von 0,23 Euro pro Aktien zahlt.



Das deutliche Wachstum des Umsatzes und des Betriebsgewinns ist hauptsächlich auf Preissteigerungen beim Rohöl und bei den Ölprodukten sowie auf das erweiterte Gasgeschäft zurückzuführen. Im Jahre 2000 förderte Fortum durchschnittlich 34.200 Barrel Erdöl und Erdgas pro Tag - im Vergleich zum Vorjahr fast fünf Prozent mehr. Wichtigster Bereich bei der Suche und Förderung von Öl und Erdgas ist Norwegen; Fortum ist auch in Oman und Russland aktiv. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über Geschäftsbeteiligungen an Gasgesellschaften in den baltischen Staaten und in Großbritannien.



Auch im Stromgeschäft stieg - trotz Preisrückgängen - der Umsatz; der Grund dafür sind die zusätzlichen Kapazitäten, die in Deutschland und Schweden akquiriert wurden. Im Januar 2000 übernahm Fortum 100 Prozent des regionalen Energieversorgers Elektrizitätswerk Wesertal GmbH (Hameln) für 388 Millionen Euro. Wesertal versorgt über 170.000 Kunden mit Strom und rund 20.000 Kunden mit Erdgas.



Fortum ist das zweitgrößte Stromversorgungsunternehmen in den nordischen Ländern und liefert über seine Netze in Schweden, Finnland, Deutschland und Estland Strom an insgesamt 900.000 Kunden. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 51,3 Milliarden Kilowattstunden Strom abgesetzt, davon in Deutschland 3,9 Milliarden Kilowattstunden. Im Jahr 1999 waren es insgesamt 43,9 Milliarden Kilowattstunden, davon in Deutschland 0,2 Milliarden Kilowattstunden. Über die Netze Fortums wurden insgesamt 15,0 Milliarden Kilowattstunden Strom verteilt - dieser Zuwachs von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist ebenfalls durch den Erwerb der Elektrizitätswerk Wesertal GmbH mit ihren Netzen begründet.



Als Fernwärmeerzeuger ist Fortum die führende Gesellschaft in den nordischen Ländern. In 2000 wurden insgesamt 16,3 Milliarden Kilowattstunden Fernwärme verkauft. Darin enthalten sind auch die rund 280 Millionen Kilowattstunden Fernwärme, die die Fortum Enertec Hameln GmbH, eine Tochtergesellschaft Wesertals, im vergangenen Jahr abgesetzt hat.



Der vollständige Finanzbericht der Fortum-Gruppe für das Jahr 2000 kann im Internet unter www.fortum.com in englischer, finnischer und schwedischer Sprache eingesehen werden.

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