Ökologische Industriepolitik

Forschungsnetzwerk für Null-Emissions-Projekte gegründet

Unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums wurde am Montag im brandenburgischen Eberswalde ein bundesweites Forschungsnetzwerk für so genannte Null-Emissions-Projekte gegründet. Das Projekt soll dazu beitragen, neue Wege in eine nachhaltige Industriegesellschaft zu finden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Bei den "Null-Emissions-Projekten" geht es um konsequente Senkung von schädlichen Umweltwirkungen durch die Erhöhung regionaler Energie- und Ressourceneffizienz. "Wir stehen heute vor großen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen. Deshalb müssen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam nach Strategien suchen, die Innovationen anstoßen und die Zukunft unseres Landes nachhaltig gestalten", sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, bei der Auftaktveranstaltung zum Null-Emissions-Forschungsnetzwerk.

Das Null-Emissions-Forschungsnetzwerk will zukünftig Unternehmen, Kommunen und Forschungseinrichtungen zusammenbringen, die Null-Emissions-Projekte entwickeln und umsetzen. Dabei sollen Erfahrungen über bestehende Projekte ausgetauscht sowie neue Vorhaben initiiert werden. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in der Region sollen dadurch gefördert und die regionale Wertschöpfung verbessert werden.

Auf Grundlage eines regionalen Stoffstrommanagements sollen Verluste bei regionalen Energie-, Stoff- und Finanzströmen kontinuierlich minimiert werden. Dabei werden Erfahrungen aus dem Umwelt- und Qualitätsmanagement von Unternehmen auf Kommunen übertragen. "Der Null-Emissions-Ansatz kann sich zu einer erfolgreichen Strategie entwickeln. Schon heute zeigt eine Reihe von Null-Emissions-Beispielen in Kommunen und Unternehmen, dass technologische, organisatorische und gesellschaftliche Innovationen erfolgreich verknüpft werden können", so Astrid Klug.

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