Vogelzug, Sicherheit und Schallschutz wichtige Themen

Forschungsarbeit zu Offshore-Windenergie soll fortgeführt werden

Das von der Deutschen Energie-Agentur (dena) eingerichtete Forum "Offshore Windenergie und Umweltschutz" appelliert an die Bundespolitik, für weitere fünf Jahre Forschungsarbeiten zur Windenergienutzung auf offener See zu ermöglichen. In dem Forum wirken neben der dena auch Umwelt- und Schifffahrtsverbände sowie Politiker mit.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Das "Forum Offshore Windenergie und Umweltschutz", einberufen von der Deutschen Energie-Agentur GmbH, empfiehlt für die nächsten fünf Jahre weitere Forschungsarbeiten zur Windenergienutzung auf See. Auf einem Treffen Anfang dieser Woche in Berlin hat das Forum die Bedeutung umwelt- und naturschutzbezogener Forschung zu diesem Thema bekräftigt.

Zum einen sollen die Auswirkungen großflächiger Windparks auf den Vogelzug weiter untersucht werden, zum anderen seien Techniken zum Schallschutz während der Bauarbeiten sowie Sicherheitsmaßnahmen zu entwickeln, erläuterte Albrecht Tiedemann, Offshore-Projektleiter bei der dena, die vom Forum empfohlenen Forschungsschwerpunkte.

Bisher wurde zum Thema Offshore drei Jahre geforscht; die Fortführung steht demnächst im Bundeshaushalt zur Entscheidung an. Das Forum setzt sich für einen positiven Beschluss ein, um einen möglichst natur- und umweltverträglichen Ausbau der Windenergienutzung auf See, wie er auch von der Bundesregierung geplant ist, sicherzustellen.

Forumsmitglieder sind neben der Deutschen Energie-Agentur die Umweltverbände BUND, NABU, WWF, DNR, Greenpeace und BBU sowie das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Naturschutz, das Umweltbundesamt und das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Mit dem Forum will die Deutsche Energie-Agentur einen Konsens zum Thema Offshore-Windenergie und Umweltschutz zwischen den Beteiligten unterstützen.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostromrechner

    Kabinett segnet Ökostrom-Reform ab

    Wie geht es weiter mit dem Ökostrom-Ausbau in Deutschland? Lange konnten sich Bund und Länder nicht einigen, aber nun hat sich die EEG-Reform auch ihren Weg durch das Bundeskabinett gebahnt.

  • Klima

    Weltklimarat verschärft Warnung vor Erderwärmung

    Der Weltklimarat IPCC hat seine Warnungen vor einer gefährlichen Erderwärmung nochmals verschärft: Es drohe ein um gut ein Drittel höherer Anstieg der Meeresspiegel als bislang vorhergesagt, heißt es in einem neuen Bericht, der am Freitag in Stockholm verabschiedet wurde. Außerdem sei zu befürchten, dass die Weltgemeinschaft bei der Begrenzung des Temperaturanstiegs ihr Zwei-Grad-Ziel verfehlen wird.

  • Hochspannungsmasten

    NABU reicht EU-Beschwerde gegen Offshore-Windpark Butendiek ein

    Weil der geplante Offshore-Windpark "Butendiek" in einem Meeresgebiet entstehen soll, das nach Meinung des NABU wegen bedeutender Vorkommen zahlreicher bedrohter Seevogelarten und Schweinswalen als Meeresschutzgebiet ausgewiesen werden müsste, will der Naturschutzverband jetzt Beschwerde bei der EU-Kommission einreichen.

  • Energieversorung

    NABU fordert gezielte Förderung der erneuerbaren Energien

    Im neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz sollten die Vergütungssätze für Strom aus Biomasse angehoben werden. Das forderte der Naturschutzbund heute in Berlin. Gleichzeitig könnten die Zahlungen für Windenergieanlagen in windreichen Standorten verringert werden. Für die Offshore-Nutzung sollte ein eigener Passus eingefügt werden.

  • Energieversorung

    Verband: Windenergie bringt großen Nutzen

    Auf der Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW) in Hamburg sprachen sich Dr. Wolfgang von Geldern (WVW-Vorstand), Dietrich Austermann (CDU/CSU-Bundestagsfraktion) und Stephan Kohler (Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur) für den weiteren Ausbau der Windenergie aus.

Top