Dezentrale Energiegewinnung

Forscher testen Schilf als Heizbrennstoff

Schilf aus Niedermooren eignet sich nach Untersuchungen von Greifswalder Forschern als Heizbrennstoff für dezentrale Energieversorgungsanlagen. In speziellen Verbrennungssystemen könnten die Halme, herkömmlichen Holzhackschnitzeln beigemischt, oder auch als Monobrennstoff genutzt werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Greifswald (ddp/red) - Das Forscherteam vom Institut für dauerhaft umweltgerechte Entwicklung von Naturräumen der Erde (DUENE) hatte zwei Jahre lang Anbau, Ernte und Verbrennung von Schilf in geeigneten Niedermooren getestet. Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit rund 400.000 Euro gefördert.

Nach Angaben der Wissenschaftler Wendelin Wichtmann eignet sich Schilf wegen seiner geringeren Abgas- und Schlackebildung zum Beispiel besser als Stroh für die dezentrale Energiegewinnung. Die dabei in Kleinkraftwerken entstehende Wärme könnte unter anderem von Schweinezuchtbetrieben oder Aquakultur-Unternehmen genutzt werden. Schätzungen zufolge könnten allein in norddeutschen Mooren jährlich bis zu zwei Millionen Tonnen gewonnen werden.

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