Energiespeicher

Forscher schlagen Netz von Wasserstoffstationen an der Küste vor

An der Küste von Mecklenburg-Vorpommern soll in den nächsten vier Jahren ein Netz von Wasserstoffstationen errichtet werden. Einen entsprechenden Vorschlag haben Wissenschaftler vergangene Woche auf einem Fachsymposium in Stralsund vorgestellt, wie die Fachhochschule Stralsund mitteilte.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stralsund (ddp/sm) - In einem ersten Schritt sollen zunächst in der Nähe vorhandener Windparks Elektrolysestationen errichtet werden, sagte der Berliner Ingenieur für Energieeinspeisung, Hans Sandlaß. In den Anlagen könne künftig überschüssige Energie von Windkraftanlagen in Wasserstoff umgewandelt und anschließend gespeichert werden. Bei Bedarf werde der Wasserstoff in Brennstoffzellen wieder verstromt und ins Netz eingespeist. Auf diese Weise könnten die zunehmenden Probleme bei der Einspeisung von Windstrom in die Netze der Energiekonzerne deutlich gemindert werden, so Sandlaß weiter.

Erforderlich sind der Studie zufolge zunächst neun Stationen, denen später auch Wasserstofftankstellen angegliedert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 25 Millionen Euro, an denen sich auch Windkraftbetreiber und Autohersteller beteiligen sollten.

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