Elektrolyse

Forscher schlagen autarke Stromversorgung für Insel Ruden vor

Im Greifswalder Bodden liegt die 24 Hektar große Insel Ruden. Dort befinden sich Wohnunterkünfte, die nur gelegentlich genutzt werden. Die Fachhochschule Stralsund will dort nun eine autarke Stromversorgung installieren. Die aus Sonne und Wind erzeugte Energie soll in einer Elektrolysestation gespeichert werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Ruden (ddp-nrd/sm) - Mit einer autarken Stromversorgung wollen Wissenschaftler der Fachhochschule Stralsund den Energiebedarf auf der Insel Ruden sichern. Kern des Projekts werde eine Solaranlage mit einer Leistung von elf Kilowatt sein, sagte ein Sprecher in Stralsund. Zusätzlich sei an eine 1,5 Kilowatt starke Windkraftanlage gedacht.

Um die überschüssige Energie zu speichern, schlagen die Forscher den Anschluss einer Elektrolysestation vor. Damit werde Wasserstoff hergestellt, der unter Druck in einen Spezialtank gespeichert wird, sagte der Sprecher. Bei Bedarf soll der Wasserstoff in Brennstoffzellen zur Stromerzeugung verwendet werden.

Auf der im Greifswalder Bodden liegenden, etwa 24 Hektar großen Insel Ruden befinden sich Wohnunterkünfte, die nur gelegentlich genutzt werden. Das finanziell noch nicht abgesicherte Wasserstoffprojekt soll als Pilotlösung für ein geplantes Netz von bis zu neun größeren Wasserstoffstationen an der ostdeutschen Ostseeküste dienen. Die Kosten dafür werden auf rund 25 Millionen Euro geschätzt.

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