Entwicklung vorantreiben

Forderung nach bundesweitem Offshore-Gipfel

Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hat bei der Offshore-Windenergie-Tagung in Hannover am Mittwoch einen bundesweiten Gipfel für diese Form der Energiegewinnung gefordert. Dabei könnte auch die problematische Frage der Finanzierung solcher Großprojekte zur Sprache kommen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp/red) - Damit man weitere Fortschritte bei der Nutzung der Offshore-Energie machen könne, müssten Bundesregierung, Küstenbundesländer, Offshore-Planer und die Finanzwirtschaft zusammenarbeiten. Vor allem die schwierige Finanzierung der Großprojekte, ausgelöst durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, müsse thematisiert werden, sagte Sander.

Die Erfahrungen mit der Offshore-Windkraftnutzung in der Deutschen Bucht seien derweil positiv. Das Testfeld "alpha ventus" und das erste kommerzielle Großprojekt BARD Offshore 1 zeigten, dass man auf einem erfolgreichen Weg sei, sagte Sander. Auch bei Wassertiefen bis zu 40 Metern wie in der Deutschen Bucht sei die Offshore-Windkraftnutzung gut möglich.

Niedersachsen ist nach den Worten seines Umweltministers bundesweit führend, wenn es um Erneuerbare Energie geht. Bereits jetzt könne rund ein Drittel des Stromverbrauches durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Durch die optimale Nutzung aller Erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 könnten sogar 80 Prozent des Stromverbrauches aus regenerativen Quellen gedeckt werden, einschließlich der Offshore-Windenergie seien rechnerisch sogar rund 140 Prozent erreichbar, hieß es.

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